• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Deutsche Sitzvolleyball-Herren wollen sich vom 1. bis 5. Juni beim Heimspiel in Duisburg das finale Ticket für die Paralympics sichern

Sitzvolleyballer pritscht den Ball | Foto: Uli Gasper / DBS„START YOUR IMPOSSIBLE“ lautet das Toyota Engagement für die Paralympischen Spiele in Tokio. Ein Motto, das auch zur Organisation des Qualifikationsturniers der Sitzvolleyball-Herren für die verschobenen Paralympics passen könnte. Umso erfreulicher ist die Unterstützung von Toyota als Automobilpartner des Turniers. Das deutsche Team ist trotz aller Widrigkeiten in einer guten Ausgangsposition.

In drei Wochen ist es so weit: Sechs Teams kämpfen vom 1. bis 5. Juni in Duisburg um den letzten Startplatz im Herrenfeld des Paralympischen Sitzvolleyballturniers 2020+1 – mit dabei ist auch die deutsche Nationalmannschaft.

So kompliziert wie der Weg nach Tokio war die Qualifikation für die Paralympischen Spiele wohl noch nie. Schon im März vergangenen Jahres saßen die deutschen Herren im Flugzeug nach Oklahoma, um sich dort das finale Ticket für Tokio zu sichern. Doch die COVID19-Pandemie nahm gerade Fahrt auf, die USA schlossen die Grenzen und die Mannschaft von Cheftrainer Michael Merten musste bereits am Flughafen unverrichteter Dinge wieder umdrehen. Daraufhin wurde das Turnier zunächst auf Februar 2021 terminiert und nach Deutschland gelegt, um dort wegen der anhaltenden Pandemie abermals in den Juni 2021 verschoben zu werden.

Doch nun sind alle Vorkehrungen getroffen und das Feld ist bereit für den großen Showdown. Möglich wird die Durchführung des Events nur dank großer organisatorischer Aufwendungen rund um die Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen sowie der Unterstützungsbereitschaft der Partner des paralympischen Sports in Deutschland.

„Start your Impossible“ lautet die Toyota-Kampagne zu den Paralympischen Spielen und frei nach diesem Motto unterstützt das Unternehmen auch die Ausrichtung des Sitzvolleyball-Qualifikationsturniers. Bereits seit 2017 ist Toyota Deutschland Top Partner des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) und des Team Deutschland Paralympics. Auch auf der Weltbühne fördert Toyota den paralympischen Spitzensport als offizieller Mobilitätspartner des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) und der Paralympischen Spiele. Folgerichtig werden die Nationalmannschaften der sechs teilnehmenden Nationen in Toyota-Fahrzeugen zur Spielstätte, Unterkunft oder zum Flughafen transportiert.

„In diesen Zeiten ein internationales Turnier zu organisieren, ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Das Engagement von Toyota bei diesem Event ist ein tolles Signal und zeigt, wie sehr der Konzern hinter der paralympischen Bewegung steht,“ freut sich DBS-Generalsekretär, Torsten Burmester über den weiteren Baustein der Partnerschaft mit Toyota.

Um sich beim Heimspiel für Tokio qualifizieren zu können wird das Team von Cheftrainer Merten seine Bestleistung abrufen müssen, denn die Konkurrenz hat es in sich: Neben den europäischen Dauerrivalen aus der Ukraine wollen auch die Kasachen, die Amerikaner, die Kanadier und die Kroaten unbedingt in Tokio aufschlagen.

Die deutsche Mannschaft, die zurzeit Rang 8 in der Weltrangliste einnimmt, ist als Heimmannschaft an Position 1 der Gruppe A gesetzt. Hier trifft sie in der ersten Vorrundengruppe zunächst auf den Weltranglisten-Zehnten Kasachstan sowie die kanadische Nationalmannschaft. In Gruppe B trifft die Ukraine auf die USA und Kroatien.

Mit den Kasachen haben die Deutschen noch eine Rechnung offen: Bei der WM 2018 in Rotterdam besiegten die Asiaten die Deutschen im Spiel um Platz 9 glatt mit 3:0. Doch Michael Merten bereitet sein Team auf alle Konkurrenten gleichermaßen vor: „Wir sind voll dabei, die Gegner zu analysieren und nehmen alle sehr ernst. Wir glauben, dass es ein Turnier mit sechs Teams wird, die auf Augenhöhe sind“, so der deutsche Cheftrainer.

Bisher waren die deutschen Herren mit Ausnahme der paralympischen Sitzvolleyball-Premiere 1980 in Arnheim und 2008 in Peking bei allen Paralympics vertreten. Mit acht Plätzen, von denen einer bereits an die Gastgeber aus Japan geht, ist das Feld in Tokio allerdings sehr exklusiv. Stefan Hähnlein war bereits bei den Paralympischen Spielen in London und Rio de Janeiro dabei und hofft, dass sich seine Mannschaft auch dieses Mal qualifiziert: „Wir wollen uns das letzte Ticket unbedingt holen, auch wenn aufgrund der besonderen Umstände der Pandemie nochmal eine spezielle Anspannung herrscht“, betont der deutsche Kapitän. „Wir sind top motiviert und erwarten ein tolles Heimturnier in Duisburg, auch wenn es leider ohne Fans auf den Rängen stattfinden muss.“

Sowohl organisatorisch als auch sportlich geht die Vorbereitung nun in die Endphase. Die deutschen Herren trainieren noch fünf Tage am Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum Kienbaum, bevor das Team ab dem 21. Mai seine unmittelbare Wettkampfvorbereitung schon am Austragungsort in Duisburg absolviert. „Alle Spieler sind fit und einsatzbereit“, erzählt Merten. „Jetzt geht es einfach darum, die Form noch etwas zu erhöhen und dann freuen wir uns auf das Turnier!“

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