• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Para Eishockey B-WM: Deutschland verliert in der Verlängerung gegen die Slowakei - Aufstieg in die A-Gruppe nur noch rechnerisch möglich

Vier Spieler mit enttäschtem Gesichtsausdruck | Foto: Ralf Kuckuck, DBS/NPC GermanyJubel bei der Slowakei, Enttäuschung beim deutschen Team: Bei der Para Eishockey B-WM in Berlin hat Deutschland vor dem abschließenden Spieltag am Freitag nur noch rechnerische Chancen auf den Aufstieg. Die Slowaken setzten sich nach Verlängerung mit 2:1 durch und feierten auf dem Eis bereits den Sieg und vermutlich auch den Sprung in die A-Gruppe.

Die Ausgangslage war klar: Um im vorletzten Spiel der Heim-WM das große Ziel Aufstieg zu erreichen, musste ein deutlicher Sieg gegen die Slowakei her. Entsprechend motiviert legte das deutsche Team los und schaffte durch Kapitän Bas Disveld Mitte des ersten Drittels den umjubelten Führungstreffer. Es war der erhoffte Start ins so wichtige Match und eine gute Ausgangsposition für den weiteren Verlauf, schließlich musste ein Sieg mit fünf Toren Differenz her. Doch auch die Slowaken kamen immer wieder gefährlich vor das deutsche Tor, trafen den Pfosten und zwangen Torhüter Simon Kunst zu mehreren hervorragenden Paraden. Durch einige Zeitstrafen verloren die Deutschen Ende des ersten Drittels und Anfang des zweiten Drittels ihren Rhythmus in einer immer umkämpfteren Partie. Mit der letzten Aktion des zweiten Drittels erzielten die Slowaken dann sehenswert den Ausgleich - ein gehöriger Dämpfer für die deutschen Ambitionen.

Im letzten Drittel versuchte sich das Team von Cheftrainer Andreas ins Spiel zurückzukämpfen, fand jedoch nicht mehr recht den Zugriff und war häufig in der Defensive beschäftigt, statt in der Offensive selbst für Gefahr zu sorgen. "Wir haben es uns durch Fehler im Spielaufbau selbst schwer gemacht gegen aggressiv spielende Slowaken. Dadurch wurden wir immer wieder in die Defensive gedrängt, was ziemlich kräftezehrend war", sagte Assistenztrainer Michael Gursinsky. Also blieb es nach regulärer Spielzeit beim 1:1, so dass es in die Overtime ging - doch nach 16 Sekunden war es bereits vorbei. Die Slowakei traf zum 2:1-Siegtreffer und beendete damit quasi die deutschen Aufstiegsträume vorzeitig. "Wir haben größtenteils ein gutes Spiel gemacht, doch ein paar schwache Sekunden und Unkonzentriertheiten haben uns den Sieg letztlich gekostet", resümierte Teammanager Ian Wood. Somit hilft jetzt nur noch ein Eishockey-Wunder: Das deutsche Team bräuchte einen Sieg gegen die dominierenden und ungeschlagenen Russen, gleichzeitig müsste die Slowakei gegen die fünftplatzierten Polen verlieren, gegen die Deutschland 13:0 gewonnen hatte - ein sehr unwahrscheinliches Szenario.

"Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen und uns der russischen Mannschaft so gut es geht entgegenstellen", erklärte Gursinsky und Wood ergänzte: "Wir werden kämpfen bis zum Ende" - wohlwissend, dass die Träume der deutschen Para Eishockey-Nationalmannschaft durch die Auftaktpleite gegen China und die knappe Niederlage gegen die Slowakei so gut wie geplatzt sind. Das Positive: Die Qualifikation für die Paralympics 2022 in Peking ist trotz des verpassten Aufstiegs noch möglich. Zudem machte das deutsche Team vor und während der Heim-WM in Berlin viel Werbung für eine spektakuläre Sportart und wurde von erneut über 400 Zuschauern in der Eishalle auch nach der Niederlage gefeiert. Sportlich muss sich die Mannschaft allerdings weiter steigern, wenn es 2021 mit der erst zweiten Paralympics-Qualifikation nach 2006 klappen soll.

Die Para Eishockey B-WM findet vom 17. bis 22. November in Berlin-Charlottenburg in der Eishalle „PO9“, Heimspielstätte des ECC Preussen Berlin, statt. Der Eintritt ist frei. Die insgesamt 15 Spiele starten jeweils um 11, 15 und 19 Uhr, wobei das deutsche Team jeweils die Abendspiele bestreiten wird. Diese werden auch live bei sportdeutschland.tv übertragen.

Weitere Informationen rund um die Heim-WM gibt es auf der DBS-Homepage.

Das deutsche Aufgebot für die Heim-WM:
Simon Kunst, Klaus Brzoska (beide Tor), Hugo Rädler, Robert Pabst, Lucas Sklorz, Christian Pilz, Bas Disveld, Felix Schrader, Ingo Kuhli-Lauenstein, Bernhard Hering, Jörg Wedde, Jacob Wolff, Christian Jaster, Finn Bentzen, Veit Mühlhans, Nils Krüger.

Der deutsche Spielplan für die Heim-WM:
Sonntag, 17. November, 19 Uhr: Deutschland – China 1:4
Montag, 18. November, 19 Uhr: Deutschland – Polen 13:0
Dienstag, 19. November, 19 Uhr: Deutschland – Großbritannien 16:0
Donnerstag, 21. November, 19 Uhr: Deutschland – Slowakei 1:2 n.V.
Freitag, 22. November, 19 Uhr: Deutschland – Russland

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