• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Der Traum von der Qualifikation für die Paralympics in Tokio ist geplatzt. Die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft beendet die Europameisterschaft in Rom auf Platz sieben – trotz überwiegend starker Leistungen und nur einer Niederlage in fünf Spielen. Deutschland verpasste in der „Hammer-Gruppe“ knapp den Einzug ins Halbfinale – und hatte damit auch keine Chance mehr auf das Tokio-Ticket, das nur die beiden Finalisten erhalten.

Foto: Gaby Husmann „Am Ende fehlten wenige Zentimeter, um ins Halbfinale zu kommen“, seufzte Teammanager Rolf Husmann. Ein Sieg gegen Frankreich im vorletzten Gruppenspiel – und die deutsche Mannschaft wäre ins Halbfinale eingezogen. Doch der Ball wollte kein zweites Mal über die Linie. Die beste Chance zum Siegtor hatte Jonathan Tönsing, sein leicht abgefälschter Schuss klatschte an den Innenpfosten – kein Tor. So blieb es beim 1:1. Ein respektables Ergebnis – doch zu wenig, um ins Halbfinale einzuziehen und den Traum vom Tokio-Ticket weiterleben zu lassen. Ein weiteres 1:1 gegen Titelverteidiger Russland zum Abschluss der Gruppenphase bedeutete Platz vier, knapp hinter den punktgleichen Russen.

Deutschland musste daher mit dem Spiel um Platz sieben Vorlieb nehmen und setzte sich souverän mit 2:0 gegen Belgien durch. Fünf Spiele, darunter zwei Siege, zwei Remis und eine unglückliche Niederlage, dazu ein Torverhältnis von 7:3 – eigentlich eine starke Bilanz. „Mit den sportlichen Leistungen sind wir sehr zufrieden. Der Wermutstropfen ist eben, dass bei dieser sehenswerten Bilanz trotzdem nur ein siebter Platz herausgesprungen ist, obwohl wir bei allen drei Spielen gegen die Spitzenteams vor uns auf Augenhöhe waren. Das ist letztlich ein bitteres Ergebnis für unser Team, das von allen Seiten immer wieder großes Lob erhalten hat“, resümierte Rolf Husmann nach der Reise nach Italien, die durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert wurde.

Auch wenn es gegen die starken Gruppengegner nicht zum Einzug ins Halbfinale und die Qualifikation für die Paralympics gereicht hat – die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft hat bei der EM in Rom gezeigt, dass sie sich in ihrer Entwicklung auf einem guten Weg befindet und nah dran ist an den europäischen Top-Teams.

 

Die deutschen Ergebnisse:

Gruppenphase:
Deutschland – England 0:1
Deutschland – Griechenland 3:0
Deutschland – Frankreich 1:1
Deutschland – Russland 1:1

Spiel um Platz sieben:
Deutschland – Belgien 2:0

 

Das deutsche Team:

Tor: Sebastian Themel (SF/BG Blista Marburg), Nick Leidecker (Borussia Dortmund)
Feld: Hasan Altunbas (Borussia Dortmund), Hasan Koparan (FC Schalke 04), Lukas Smirek (MTV Stuttgart), Alexander Fangmann (MTV Stuttgart), Taime Kuttig (SF/BG Blista Marburg), Alican Pektas (SF/BG Blista Marburg), Rasmus Narjes (FC St. Pauli), Jonathan Tönsing (FC St. Pauli)

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.