Frechen, 26. Juni 2018. Die deutschen Para-Segler bleiben weiter Medaillengaranten. Bei den Heim-Europameisterschaften in Kiel schnappte sich das deutsche Team dreimal Edelmetall. Heiko Kröger und Jens Kroker jubelten jeweils über Silber, Lasse Klötzing gewann Bronze. Die Wettbewerbe waren wie die WM im Vorjahr Bestandteil der Kieler Woche.

Foto: Binh Truong /DBS

Bei den Weltmeisterschaften 2017 holte Heiko Kröger im 2.4mR noch den Titel, diesmal sprang nach einem spannenden Duell mit dem französischen Dauerrivalen Damien Seguin der zweite Platz für den 52-jährigen Waldbröler heraus. "Wir sind auf extrem gleichem Niveau. Teilweise war ich auch schneller, doch Damien lag trotzdem vorn. Das ist schon ärgerlich", sagte Kröger, der mit Silber dennoch zufrieden war. Mit Lasse Klötzing schaffte es ein weiterer Deutscher in der Bootsklasse 2.4mR aufs Podium. Der 26-jährige Berliner gewann Bronze.

Einen weiteren Vize-Europameistertitel feierte Jens Kroker. Der 49-Jährige aus Hamburg gewann hinter dem Polen Piotr Cichocki Silber in der Hansa 303. Alle deutschen Segler werden nach diesen Ergebnissen durchaus mit Erwartungen zur WM im September nach Sheboygan (USA) reisen, wo die Wettkämpfe auf dem Michigansee (Great Lakes) nördlich von Chicago ausgetragen werden. Erfreulich auch: Hinsichtlich der Wiedereinführung des paralympischen Status des Segelns sieht es gut aus, dass die geforderten 32 Nationen bei der WM erreicht werden, um wieder zu einer paralympischen Sportdisziplin zu werden - damit wäre eine wichtige Grundbedingung erfüllt, um bei den Spielen 2024 in Paris um Medaillen kämpfen zu können.

Die deutschen Starter bei den Para Segeln-Europameisterschaften in Kiel: Heiko Kröger (52, Waldbröl, Norddeutscher Regatta Verein), Jens Kroker (49, Hamburg, Yachtclub Berlin-Grünau e.V.), Lasse Klötzing (26, Berlin, PSC Berlin).

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