• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Deutscher Behindertensportverband begrüßt die Verankerung des Behindertensports in der Leistungssportreform

Frechen, 7. Dezember 2016. Das Konzept zur Neustrukturierung des Leistungssports und der Spitzensportförderung ist im Rahmen der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mit großer Mehrheit beschlossen worden. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) begrüßt diesen Entschluss und vor allem die damit verbundene Verankerung des Behindertensports in der Leistungssportreform.

„Dass sich Sport und Politik zur Gleichstellung des olympischen und paralympischen Sports bekannt haben, ist für uns ein Meilenstein. Damit wird auch unterstrichen, dass der Sport einen wesentlichen Beitrag für die gesamtgesellschaftliche Inklusionsdebatte leistet. Der DBS bedankt sich ausdrücklich bei den Beteiligten, stellvertretend allen voran Bundesinnenminister Thomas de Maizière sowie DOSB-Präsident Alfons Hörmann“, betont DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Darüber hinaus ist eine stärkere Einbindung des paralympischen Sports in die Gesamtstruktur der Bundesstützpunkte ebenso Inhalt des Reformpapiers wie das Vorhaben, in den Spitzenverbänden eine Bereitschaft für die Integration der paralympischen Sportarten zu entwickeln.

„Es ist das Ziel formuliert, dass mittel- bis langfristig möglichst alle paralympischen Sportarten von dem jeweils zuständigen Spitzenverband verantwortet werden“, berichtet Beucher, und der im DBS für den Leistungssport zuständige Vizepräsident Dr. Karl Quade fügt hinzu: „Dabei müssen natürlich die spezifischen Anforderungen des Spitzensports von Athletinnen und Athleten mit Behinderung berücksichtigt werden, so dass derzeit die Übernahme der neuen Förderungssystematik nur bedingt möglich ist.“ Außerdem wird das Bundesleistungszentrum Kienbaum künftig in „Deutsches Olympia- und Paralympics-Trainingszentrum Kienbaum“ umbenannt und der Aufbau von professionellen Trainerstrukturen im Spitzensport von Menschen mit Behinderung soll weiter vorangetrieben werden.

Bessere Förderung, bessere Strukturen für Athleten und Trainer sowie eine deutliche Annäherung an die olympischen Spitzenverbände bis hin zu einer Gleichstellung des olympischen und paralympischen Sports – „für uns ist diese starke Verankerung des Behindertensports in der Leistungssportreform ein großer Schritt“, sagt Friedhelm Julius Beucher und ergänzt: „Dieser ist aber auch folgerichtig, wenn man die beachtliche Entwicklung und den Bedeutungszuwachs insbesondere des paralympischen Spitzensports betrachtet. Auch international sehen wir immer weitere Leistungssprünge, so dass wir uns weiter professionalisieren müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben.“ Das Konzept zur Neustrukturierung des Leistungssports könnte da tatsächlich ein Meilenstein sein.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.