• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Leistungssport

Definition Leistungssport

Unter Leistungssport verstehen wir, wenn mit einem Höchstmaß an persönlichem Einsatz sportliche Siege und Rekorde angestrebt werden. Hartes, tägliches Training mit Umfängen wie im Leistungs- und Hochleistungssport allgemein üblich, sind Voraussetzung, um sich gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen. Wettkämpfe finden auf nationaler und internatio-naler Ebene bis hin zu Europa- und Weltmeisterschaften und Paralympischen Spielen statt. Leistungssportler sind das Aushängeschild des Sports von Menschen mit Behinderungen. Der unbedingte Wille zur Höchstleistung muss vorhanden sein.

Der Leistungssport unterscheidet sich zum Breiten – und Wettkampfsport durch den hohen persönlichen Zeitaufwand und die Fokussierung auf den reinen sportlichen Erfolg. Der BRS Hamburg fördert Sportlerinnen und Sportler aus Hamburg und Umgebung. Im Rollstuhl-basketball unterhält er einen Paralympischen Trainingsstützpunkt.

 

Erfolge

Hamburger Behindertensportler feierten bereits große Erfolge in Beijing, London und Rio! inten v.l.: Gesche Schünemann, Mareike Miller, Maya Lindholm, Simone Kuss und Annika Zeyen Silber im Rollstuhlbasketball. Edina Müller Silber im Parakanu und Dorothee Vieth zweimal Bronze, 1 x Silber und zuletzt sogar Gold im Handbike.

 

Das Ziel

Mehr Hamburger & Medaillen bei den kommenden Paralympics. Aktuell (1. Quartal 2019) haben sieben A- und B-Kader-Athleten von über 100 behinderten Leistungssportlern die Chance auf paralympisches Edelmetall. Folgende Hamburger Behindertensportler sind unsere Top-Athleten. Sie haben gute Chancen, an den Paralympics in Tokio 2020 oder 2024 teilzunehmen. Sie sind unsere Leistungs- und Hoffnungsträger:
 

Handbike

Dorothee Vieth (1 x Silber in London 2012, 1 x Gold in Rio 2016)

Rollstuhl-Basketball

Damen:
Maya Lindholm (A, Gold in London 2012, Silber in Rio 2016), Anne Patzwald (A), Maraike Miller (A, Gold in London 2012, Silber in Rio 2016), Helene Harnisch (C), Rebecca Lieb (C)

Blindenfußball

Rasmus Narjes (B), Jonathan Tönsing (B)

Rollstuhl-Rugby

Britta Kripke (B)

Parakanu

Edina Müller (Silber in Rio 2016) [Gold in London 2012 mit dem Rollstuhlbasketball]

Pararudern

Sylvia Pille-Steppat (B)

Für alle Kader-Athleten ist eine Förderung durch das TEAM HAMBURG beantragt.
www.team-hamburg.de

Die Einstufung

Der Sport ist für die Sportler mit einer körperlichen Behinderung (z.B. Wirbel-säulenverletzungen, Zerebralparese, Amputierte und andere Handicaps) international in drei Klassen eingeteilt, national gibt es noch Unterklassen.

ARW1
Athleten sind hauptsächlich Tetraplegiker und Schützen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten der oberen und unteren Gliedmaßen. ARW1 Athleten starten im Rollstuhl. Unterklasse ARW1-C (*1)

ARW2
Athleten sind hauptsächlich Paraplegiker und Schützen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten der unteren Gliedmaßen. ARW2 Athleten starten im Rollstuhl.

ARST
Athleten sind Sportler mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten der unteren Gliedmaßen, die trotzdem in der Lage sind zu stehen.
Athleten dieser Kategorie können entweder stehend oder auf einem Stuhl sitzend schießen. Unterklasse ARST-C (*1)

(*1) Die Unterklassen ARW1-C und ARST-C gelten nur national. Sie dienen zur Entwicklung der Bogenschützen um sie auf ein internationales Niveau vorzubereiten. Diese Klassen werden auf keinem internationalen Turnier ausgeschrieben oder durchgeführt!

Athleten der Klassen ARW1, ARW2 und ARST sind international startberechtigt. Sie benötigen dafür noch eine internationale Klassifizierung von PARA – archery (früher IPC).
Alle Ausschreibungen des BRSH (Bogen) unterliegen den Anti-Doping Regelungen.

Der Rudersport für Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen wird Pararudern genannt. Hierzu können teilweise auch herkömmliche Ruderboote verwendet werden, für Sportler mit größeren Einschränkungen sind jedoch spezielle Anpassungen des Bootsmaterials erforderlich.

Seit 2002 werden Weltmeistertitel im Pararudern vergeben und  in Peking 2008 fanden erstmals paralympische Ruderwettkämpfe für Körperbehinderte statt. Leider gibt es aktuell keine internationalen Wettkämpfe für Menschen mit geistiger Behinderung, diese sind aber in einigen Vereinen aktiv und nehmen an nationalen Handicap-Regatten oder Indoor-Wettkämpfen teil.

 

 

 

 

Bei den paralympischen Segelwettbewerben wird nur in Klassen unterschieden, um die Ausgeglichenheit der Teams zu gewährleisten. So werden die Athleten nach dem Behinderungsgrad mit bis zu sieben Punkten, wobei sieben Punkte für die wenig behinderten Sportler vergeben werden, eingestuft. Drei Segler dürfen nicht die Gesamtpunktzahl von 14 Punkten überschreiten. Im Einer muss eine minimale Behinderung bestehen, ansonsten gibt es dort keine weiteren Unterscheidungen. Im Zweier müssen eine Frau und ein schwerbehinderter Segler mitfahren.

Das Boot (2.4mR)

Die 2.4mR ist das kleinste und jüngste Mitglied in der Familie der Metre-Rule Boote. Ihre grossen Schwestern sind der 6mR, 8mR und der ehemaligen America´s Cupper 12mR oder 12er. Die erste 2.4mR wurde 1983 in Stockholm gezeichnet. 1992 erhielt die Klasse ihren Status als International Class von der ISAF und ist seit 1998 Paralympische Bootsklasse. Offene Weltmeisterschaften werden mit bis zu 115 Booten gesegelt, wobei der Anteil der Segler mit Behinderungen bei ca. 25 % liegt.

Das Boot bietet jedem Segler absolute Chancengleichheit. Weder Größe, Gewicht oder Kraft spielen eine entscheidende Rolle. Ebenso sind Behinderungen in dieser Klasse völlig nebensächlich. So wurde die offene 2.4mR WM schon mehrmals von Seglern mit Behinderungen gewonnen!

Das Boot bietet alles an Trimmeinrichtungen, was die Segelszene kennt. Es ist sehr sensibel zu steuern - Trimmänderungen machen sich sofort bemerkbar. Durch Auftrieb-Tanks ist das Boot unsinkbar und 180 Kg Blei im Kiel machen es auch bei über 6 Bft. (25 Knoten) segelbar. Eine Höhe am Wind von 30 - 35 Grad und seine Surf-Fähigkeit auf der Welle lassen kaum Wünsche offen. Gesteuert wird über Fußpedale oder eine Pinne vor der Brust. Alle Trimmeinrichtungen sind im direkten Zugriff des Seglers und erfordern wenig Kraft - aber viel Fingerspitzengefühl!

Länge: 4.16 m
Breite: 0.81 m
Tiefgang: 1.00 m
Segelfläche: 7.5 qm

Athleten

 

Ansprechpartner & Informationen

Heiko kröger
Internet: www.heiko-kroeger.de

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.