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Bei der Para Radsport-WM in Baie-Comeau (Kanada) hat Annika Zeyen (37) nach der Goldmedaille im Zeitfahren auch das kräftezehrende Straßenrennen gewonnen und erneut den Titel geholt. Seit Saisonbeginn dominiert sie die Klasse der Handbikerinnen und krönt damit ein perfektes Jahr.

Am Samstagmorgen kanadischer Zeit stand es nach 1:56:47 Stunden fest: Annika Zeyen hat auch die Goldmedaille im WM-Straßenrennen der Handbikerinnen (H3) eingefahren und ist damit Doppel-Weltmeisterin. Ein Kraftakt war für diesen Erfolg der 37-Jährigen nötig. Auf der 56,7 Kilometer langen Strecke im kanadischen Baie-Comeau galt es, gleich sechs Mal einen extremen Anstieg zu bewältigen. „Man träumt von so einem Erfolg, aber es kann so viel passieren. Ein Fehler oder technischer Defekt – und es ist vorbei. Es ist einfach nur großartig, dass hier alles aufgegangen ist. Ich freue mich riesig“, sagte Zeyen im Ziel, die bei der EM im Gesamtweltcup und nun auch bei der WM alles abgeräumt hat.

Zu Saisonbeginn hatte Zeyen gleich einen Doppelsieg beim ersten Saison-Weltcup im belgischen Ostende eingefahren – und damit die ersten beiden Weltcup-Goldmedaillen ihrer noch jungen Handbike-Karriere. Beim Weltcup in Elzach im Schwarzwald siegte sie im Zeitfahren, ehe die Athletin vom SSF Bonn Doppelgold bei den Europameisterschaften gewann. Nach dem dritten Weltcup in Québec stand die Überfliegerin der Handbike-Klasse als Gesamtweltcup-Siegerin fest. Zwei WM-Titel sind nun das i-Tüpfelchen. Wie schwer das werden würde, war Zeyen bewusst. „Es wird darauf ankommen, sich die Kräfte gut einzuteilen. Und wenn es am Berg einen Angriff gibt, muss ich mitgehen“, hatte Zeyen vor dem Rennen prophezeit – und die Taktik in die Tat umgesetzt. Ihre stärkste Konkurrentin, Francesco Porcellato aus Italien, hatte der deutschen Powerfrau letztlich nichts mehr entgegenzusetzen. Bereits bei der WM 2019 und 2021 jubelte Zeyen über die Titel im Straßenrennen. Zeyen konnte dem eigenen und dem Erwartungsdruck von außen standhalten und das umjubelte Triple erreichen.

Für ihren deutschen Teamkollegen Manuel Scheichl sprang bei seinem WM-Debüt in der H2-Klasse wie bereits nach dem Zeitfahren der sechste Platz heraus.

Um 20 Uhr deutscher Zeit stehen am Samstagabend die Rennen der Dreiradfahrer*innen an. Für das deutsche Team starten Maximilian Jäger, Benno Schmidt sowie Zeitfahr-Weltmeisterin Angelika Dreock-Käser und Jana Majunke (alle T2). Zudem wird Vico Merklein versuchen, im Straßenrennen der H3-Konkurrenz eine Medaille zu gewinnen. Der Sonntag und damit der letzte WM-Tag steht ganz im Zeichen der Zweiradfahrer*innen und ihrer Straßenrennen.

Das deutsche Para Radsport-Team bestreitet die WM in Kanada bislang sehr erfolgreich: Acht Medaillen, darunter sechs goldene, haben die Athlet*innen bereits eingefahren. „Wir haben schon jetzt mehr gewonnen, als ich mir erhofft und erträumt hatte“, sagt Reneé Schmidt, kommissarischer Bundestrainer, der zufrieden mit der sportlichen Entwicklung, aber auch dem Teamspirit ist, der sich während der WM entwickelt hat. Per Livestream können Interessierte die WM-Rennen mitverfolgen.

Quelle: Jessica Balleer

Das deutsche Team für die Para Radsport-WM:
Angelika Dreock-Käser (55 / BPRSV Cottbus / Bremervörde), Annika Zeyen (37 / SSF Bonn / Bonn) Benno Schmidt (57 / TSV Bayer Leverkusen / Gießen), Jakob Klinge (25 / RC Herpersdorf / Erlangen), Jana Majunke (31 / BPRSV Cottbus / Cottbus), Kerstin Brachtendorf (50 / BPRSV Cottbus / Mendig), Maike Hausberger (27 / BPRSV Cottbus / Trier), Manuel Scheichl (40 / BSV München / Rottenmünster), Matthias Schindler (40 / RV Union Nürnberg / Regensburg), Maximilian Jäger (22 / BPRSV Cottbus / Bad Kissingen), Michael Teuber (54 / BSV München / Tegernsee), Steffen Warias (37 / BSV München / Tübingen), Thomas Schäfer (41 / Nordharzer RSG Bad Harzburg / Wernigerode), Vico Merklein (44 / GC Nendorf / Berlin)

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