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Zwei Goldmedaillen am ersten Tag der Para Radsport-WM in Baie-Comeau: Annika Zeyen (37) gewinnt die Goldmedaille im Zeitfahren der Handbikerinnen. Das deutsche Team beendet Tag eins bei den Weltmeisterschaften in Kanada mit stattlichen vier Medaillen.

Wieder einmal in dieser Saison durfte Annika Zeyen im Ziel die Arme hochreißen und jubeln, denn die Handbikerin hat sich bei der WM in Baie-Comeau die Goldmedaille im Einzelzeitfahren gesichert. In 36:00,88 Minuten absolvierte sie die 18,9 Kilometer lange Strecke. Die Bonnerin war als eine der Favoritinnen gestartet, nachdem sie bereits Doppel-Europameisterin und Gesamtweltcupsiegerin geworden war. Zeyen bewies erneut, dass sie ihre Topform in wichtigen Momenten abrufen kann. Bei der WM 2021 im portugiesischen Cascais wurde sie Weltmeisterin im Straßenrennen und hatte im Zeitfahren Silber gewonnen. „Das ist mein erster WM-Titel im Zeitfahren, es fühlt sich großartig an“, sagte Zeyen, nachdem sie die Goldmedaille bei der Siegerehrung überreicht bekommen hatte. „Das Rennen war wahnsinnig hart, vor allem der Berg in der zweiten Runde hat mir alles abverlangt. Am Ende war es der pure Kampf. Ich habe alles gegeben.“ Am Samstagnachmittag deutscher Zeit wird sich zeigen, ob Zeyen das Triple im Straßenrennen perfekt machen und sich nach 2019 und 2021 auch den dritten Weltmeistertitel in Folge sichern kann.

Für Vico Merklein lief es in der H3-Klasse nicht wie erhofft. Der siebte Rang steht am Ende eines für ihn durchwachsenen Zeitfahr-Wettkampfs: „Ich konnte leider nicht meine Bestleistung abrufen, die Tagesform hat einfach nicht gepasst“, lautete das Fazit des 45-jährigen Berliners, der seit einigen Jahren im südhessischen Babenhausen lebt. Reichlich Pech kam für den Handbiker noch hinzu, denn in der zweiten Runde verhinderte ein technisches Problem mit der Kette eine bessere Platzierung. Dennoch hat Merklein allen Grund, optimistisch für das Straßenrennen zu sein. Trotz ungünstiger Tagesform lag der erfahrene Handbiker immer noch in Schlagdistanz zu den aktuellen Topfahrern. „Straßenrennen lagen mir immer schon besser als das Zeitfahren, das stimmt mich positiv.“

Am Morgen des ersten Tages hatten die Dreiradfahrer*innen der T2-Klasse mit sehr guten Ergebnissen vorgelegt. Angelika Dreock-Käser jubelte im Zeitfahren über WM-Gold und das begehrte Regenbogentrikot, zudem gewann der erst 22 Jahre alte Maximilian Jäger die Silbermedaille. Jana Majunke holte Bronze und komplettierte damit den Medaillensatz zum Start.

Das deutsche Para Radsport-Team hat somit gleich am ersten Tag der WM vier Medaillen gewonnen. „Die Leistungen waren sehr überzeugend. Angelika und Annika haben sich die Goldmedaillen hart erarbeitet, darum freue ich mich ganz besonders, dass sie hier ihre Bestleistungen abrufen konnten. Ich bin stolz auf Jana und Maximilian und insgesamt sehr glücklich über den Auftakt“, sagt Reneé Schmidt, kommissarischer Bundestrainer des deutschen Para Radsport-Teams.

Am heutigen Freitag geht es mit dem Zeitfahren der Zweiradfahrer*innen weiter. Routinier Michael Teuber (C1) vom BSV München geht mit guten Chancen in sein Rennen. Auch seinem Vereinskollegen Steffen Warias (C3), der bereits den Gesamtweltcupsieg in dieser Saison feiern konnte, ist viel zuzutrauen. Noch vor Warias geht der Regensburger Matthias Schindler in der C3-Konkurrenz auf die Strecke. Bei den Frauen gehören Maike Hausberger (C2) und Kerstin Brachtendorf (C5) jeweils zu den Medaillenkandidatinnen ihrer Klassen. Am deutschen Abend dann steigen Thomas Schäfer (C4) und Nachwuchs-Athlet Jakob Klinge (C5) auf die Räder. Der Erlanger Klinge erlebt in Baie-Comeau sein WM-Debüt. Per Livestream können Interessierte die WM-Rennen mitverfolgen.

Quelle: Jessica Balleer

Das deutsche Team für die Para Radsport-WM:
Angelika Dreock-Käser (55 / BPRSV Cottbus / Bremervörde), Annika Zeyen (37 / SSF Bonn / Bonn) Benno Schmidt (57 / TSV Bayer Leverkusen / Gießen), Jakob Klinge (25 / RC Herpersdorf / Erlangen), Jana Majunke (31 / BPRSV Cottbus / Cottbus), Kerstin Brachtendorf (50 / BPRSV Cottbus / Mendig), Maike Hausberger (27 / BPRSV Cottbus / Trier), Manuel Scheichl (40 / BSV München / Rottenmünster), Matthias Schindler (40 / RV Union Nürnberg / Regensburg), Maximilian Jäger (22 / BPRSV Cottbus / Bad Kissingen), Michael Teuber (54 / BSV München / Tegernsee), Steffen Warias (37 / BSV München / Tübingen), Thomas Schäfer (41 / Nordharzer RSG Bad Harzburg / Wernigerode), Vico Merklein (44 / GC Nendorf / Berlin)

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