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Raum für Austausch und Diskussion zu den Potenzialen von Rehabilitationssport bei Long-Covid-Erkrankungen

Eine Corona-Erkrankung sorgt teils für langwierige Folgen – doch der Sport kann dabei helfen und unterstützen, diese abzumildern. Beim „Forum Corona und Sport“, das am 9. September 2022 in Berlin stattfindet, sollen vor allem die Potenziale des Rehabilitationssports bei Long-Covid-Erkrankungen in den Fokus rücken. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) veranstaltet das Forum mit Unterstützung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und möchte den Teilnehmer*innen Informations- und Austauschmöglichkeiten zu aktuellen Erkenntnissen und Erfahrungen rund um das Thema Corona und Sport bieten. So gibt es vielfältige Vorträge von Expert*innen aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft, Politik, der gesetzlichen Unfallversicherung und aus der Praxis.

Immer deutlicher zeigt sich, dass nach einer überstandenen SARS-COV-2-Infektion langfristige gesundheitliche Folgen auftreten können. Bei schweren Verläufen mit Intensivbehandlungen sind häufig organspezifische Langzeitfolgen zu beobachten. Auch bei milderen Infektionsverläufen können über die akute Krankheitsphase hinaus Symptome bleiben oder sich neu entwickeln. Oftmals stehen dabei Erschöpfung, Luftnot, Schwindel und Konzentrationsschwäche im Vordergrund. Nach Angaben der Patientenleitlinie „Long/Post-Covid-Syndrom“ haben rund zehn Prozent der Covid-Erkrankten mit Langzeitfolgen zu kämpfen. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung berichten die Betroffenen dabei am häufigsten über Müdigkeit und ausgeprägte Erschöpfung nach körperlicher oder geistiger Anstrengung.

Die unterschiedlichen Symptome einer Long-Covid-Erkrankung ähneln dabei denen, die im Bereich des ärztlich verordneten Rehabilitationssports lange bekannt sind. „Zahlreiche Studien zeigen die positiven Wirkungen von Bewegung, Spiel und Sport in der Gemeinschaft nach einer Krankheit mit fortbestehenden Einschränkungen oder einer drohenden Behinderung“, sagt DBS-Vizepräsidentin Katrin Kunert. Mit den bereits existierenden, flächendeckenden Angeboten ist der Rehabilitationssport daher eine effektive Maßnahme, um die zahlreichen Long-Covid-Betroffenen aufzufangen – wohnortnah, nachhaltig und indikationsspezifisch.

„Covid und Long-Covid bleiben weiter für uns alle eine große Herausforderung. Gerade Long-Covid sorgt für sehr unterschiedliche Symptomatiken, Krankheitsverläufe und Ausfallzeiten. Die gesetzliche Unfallversicherung hat schon sehr früh begonnen, vielfältige Rehabilitationsangebote für ihre Versicherten aufzubauen“, erklärt Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV und ergänzt: „Ich freue mich deshalb, dass der DBS mit seiner Veranstaltung Fachleute zusammenbringt und den wichtigen Aspekt Sport in der Rehabilitation beleuchtet.“

Der Schwerpunkt des Forums liegt daher insbesondere auf der Thematik Long-Covid. Im Fokus stehen die Unterstützungspotentiale von (Rehabilitations-)Sport und Bewegung. Zudem soll ein Überblick über die aktuelle Studienlage vermittelt werden. Expertenvorträge und Workshops werden das Themengebiet aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Dabei sollen durch Austausch und Diskussion möglichst Antworten gefunden werden auf verschiedene Fragestellungen: Welche Effekte haben die verschiedenen Bewegungs- und Entspannungsformen auf die Symptomatik bei Long-Covid? Welche unterschiedlichen Facetten kann eine Long-Covid-Erkrankung haben? Wie kann bei einer bestehenden Long-Covid-Erkrankung die Teilhabe am Arbeitsleben verbessert oder unterstützt werden? Wie können Teilnehmer*innen mit Long-Covid bestmöglich betreut werden?

„Um solche Fragen zu diskutieren, hat der DBS das Forum initiiert. Ich freue mich sehr, dass Expert*innen aus unterschiedlichsten Bereichen in Berlin vertreten sein werden“, blickt DBS-Vizepräsidentin Dr. Vera Jaron mit Vorfreude auf die Veranstaltung und fügt an: „Die Multiplikatorenschulungen für die Übungsleiter*innen haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass alle in die Behandlung der Betroffenen involvierten Institutionen zusammenarbeiten und immer wieder dazulernen. Das übergeordnete Ziel ist und bleibt es, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und zeitgleich eine Wiedereingliederung in das Erwerbsleben zu ermöglichen.“  

Das Forum Corona und Sport findet am 9. September von 10 bis 17 Uhr in den Räumlichkeiten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Berlin statt. Einen Zeitplan und Informationen zu den Referenten sowie den Workshops finden Sie unter diesem Link.

Kontakt

Behinderten- und Reha-Sportverband Hamburg
(BRS-Hamburg)

Schäferkampsallee 1
20357 Hamburg

Tel.: 040 / 419 08 - 155
Fax: 040 / 419 08 - 158

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