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Erst pure Dominanz, am Ende ein Zittersieg: Die deutsche Para Eishockey-Nationalmannschaft hat sich beim 2:1 gegen die defensivstarken Japaner schwer getan, darf aber weiter von einer erfolgreichen Paralympics-Qualifikation träumen. Die Tore erzielten zwei Akteure, die beim Auftaktspiel noch fehlten.

„Es fühlt sich nicht so an, als ob wir gewonnen hätten, weil wir besser spielen können“, sagte Frank Rennhack, der zum deutschen Man of the Match ausgezeichnet wurde. Kapitän Bas Disveld sprach von einem „Rollercoaster der Gefühle: Hoch und runter ging es. Am Anfang waren wir sehr stark unterwegs und konnten unsere harte Arbeit nicht versilbern, weil wir die Tore nicht gemacht haben.“

16:0 Torschüsse, nur 2:0 Tore

Tatsächlich sah es schnell nach einer klaren Gelegenheit aus, auch weil die Deutschen mit dem Rückenwind des famosen 6:2 am Vortag gegen das favorisierte Norwegen ankamen und Japan bislang null Punkte und null Tore hatte. Als Bernhard Hering dann im Power Play nach acht Minuten mit einem sehenswerten Treffer im Lacrosse-Style das 1:0 erzielte und Frank Rennhack zu Beginn des zweiten Drittels im zweiten Power Play auf 2:0 erhöhte (18.), sah es lange so aus, als ob nichts mehr anbrennen würde. Die Torschuss-Statistik war ebenfalls deutlich: 16:0 für Deutschland, aber eben auch nur 2:0 Tore und 14 Saves für den japanischen Goalie Kazuya Mochizuki.

„Sie haben viel Kraft gespart in den ersten beiden Dritteln und haben dann am Ende Gas gegeben. Da sind wir unter Stress geraten und haben unsere drei Punkte wegschwimmen sehen“, fasste Disveld das Spiel zusammen. Cheftrainer Andreas Pokorny haderte mit der Schiedsrichterleistung, sagte aber auch über sein Team: „Wir haben vielleicht gedacht, es geht so weiter wie gegen Norwegen, aber jedes Spiel fängt bei Null an. Normalerweise müssen wir 4:0 führen, aber so kommen wir dann aus dem Rhythmus.“

„Mehr mit Verstand und Kopf spielen“

Und so kam es, dass die Schlussphase trotz der großen deutschen Überlegenheit brisant wurde, denn Japans Bester neben dem Keeper, Mamoru Yoshikawa, erzielte im Power Play das erste Turnier-Tor der Asiaten - und auch wenn es umstritten war, es zählte und setzte die Deutschen unter Druck (39.). Wie groß der war, zeigte sich schon 30 Sekunden später: Ingo Kuhli-Lauenstein bekam wegen eines Ellbogenchecks zwei Strafminuten und schrie seinen Frust darüber raus - selbst in der Strafbox konnte er sich nur schwer beruhigen lassen. Doch am Ende wich die Anspannung der Erleichterung, drei Punkte gewonnen zu haben. „Wir haben den Sieg zum Glück mit Mann und Maus verteidigt“, sagte Disveld und startete gleich in die Analyse: „Ich würde sagen, wir müssen mehr mit Verstand und Kopf spielen, sodass wir das Spiel schneller in unsere Pocket stecken können.“

Für die kommenden zwei Spiele gegen Schweden und die Slowakei, in denen es zwei Siege braucht, erwartet der Kapitän dann wieder eine „emotionale Berg- und Talfahrt“. Doch weil so etwas anstrengend ist und jetzt auch drei Tage in Folge intensiv war, kommt der spielfreie Montag gerade richtig: „Da werden wir uns ausruhen und schön massieren lassen, dass die Säure aus den Muskeln kommt und wir gegen den nächsten Gegner topfit sind.“

Noch 4 Teams für 2 Tickets

Bereits am Vormittag hatte Italien gegen die Slowakei im Duell der bisher unbesiegten Mannschaften 3:2 gewonnen und damit als einziges Team alle bisherigen Spiele erfolgreich bestritten. Norwegen setzte sich im skandinavischen Duell 4:1 gegen Schweden durch und bleibt im Kampf um die ersten beiden Plätze dabei. Gute Nachricht für Team Norwegen: Martin Skolbekken, der im Deutschland-Spiel verletzt abtransportiert werden musste, konnte wieder mitspielen.

Nach drei von fünf Spieltagen gibt es in der Tabelle eine interessante Konstellation: Italien ist mit neun Punkten obenauf. Die Slowakei, Deutschland und Norwegen haben alle sechs Punkte und mussten bereits eine Niederlage hinnehmen, können aber weiter von der Paralympics-Teilnahme träumen. Die Schweden, die bisher bei allen Winterspielen dabei waren, sowie die Japaner haben nach drei verlorenen Partien keine Chancen mehr auf eine Qualifikation. Deutschland hat nun nach der 1:4-Auftaktniederlage gegen Italien, als die Mannschaft noch ohne die ausgefallenen Frank Rennhack und Bernhard Hering antreten musste, zwei Siege eingefahren und damit noch alle Chancen.

Nach dem spielfreien Montag erwartet das deutsche Team am Dienstag um 18.30 Uhr die bisher punktlosen Schweden und muss gewinnen, um am Mittwoch gegen die Slowakei beste Chancen auf einen der ersten beiden Plätze zu wahren. Bereits um 11.30 Uhr könnte Spitzenreiter Italien gegen Japan seine makellose Bilanz ausbauen und dem Paralympics-Ticket deutlich näher kommen. Um 15 Uhr geht es dann für die Slowakei und Norwegen um die letzte Möglichkeit, es nach Peking zu schaffen. Der Eintritt im Eisstadion P09 in Berlin-Charlottenburg ist für alle Spiele bei Nachweis von 2G+ frei.
 
Weitere Informationen gibt es auf der Veranstaltungsseite.

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