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Nachdem das Internationale Paralympische Komitee (IPC) am gestrigen Mittwoch den Beschluss verkündet hatte, dass Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus nicht von den Paralympischen Spielen ausgeschlossen werden, folgte rund 20 Stunden später die Kehrtwende. Für den Deutschen Behindertensportverband ist das die einzig richtige Entscheidung - wenn auch einen Tag zu spät.

DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher: "Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Das Zusammenstehen sehr vieler Nationen hat für das dringend erforderliche Umdenken gesorgt. Der gestrige Beschluss hat uns schockiert und ein dunkles Licht auf diese Spiele geworfen. Das IPC ist mit dieser Kehrtwende dem Willen des Großteils der nationalen Komitees und der Athletinnen und Athleten gefolgt, die großen Druck ausgeübt haben. Das ist ein starkes Zeichen für Demokratie innerhalb der paralympischen Bewegung. Wir haben deutlich zum Ausdruck gebracht, dass wir gemeinsam für Frieden einstehen und friedliche Spiele wollen, die nicht überschattet werden von der Teilnahme von Sportlern aus Ländern, die in diesen Stunden aktiv Krieg treiben. Respekt für das IPC, dass es die Kraft aufgebracht hat, eine falsche Entscheidung innerhalb weniger Stunden umzukehren."

Chef de Mission Dr. Karl Quade: "Die überwältigende Anzahl an Rückmeldungen hat bewirkt, dass sich die Meinung geändert hat. Das Governing Board des IPC hat endlich die Regularien beiseite geschoben und angemessen auf diese Ausnahmesituation reagiert. Wir verspüren keine Genugtuung, doch für die Paralympics und die besondere Lage hier vor Ort ist es die einzig richtige Entscheidung, um die Spiele gesichtswahrend durchzuführen. Ich hoffe, dass jetzt eine Grundlage geschaffen wurde, damit faire Wettkämpfe stattfinden und die Athletinnen und Athleten aus aller Welt ein Zeichen des Friedens setzen können."

Die Paralympics in Peking werden am morgigen Freitag eröffnet, anschließend stehen vom 5. bis 13. März insgesamt 78 Medaillenentscheidungen auf dem Programm.

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