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  • Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
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  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Para Schwimm-EM: Denise Grahl schwimmt die Tokio-Norm und gewinnt erneut Silber – Verena Schott schnappt sich die fünfte Medaille im fünften Rennen – Bundestrainerin Ute Schinkitz mit Leistungsniveau zufrieden

Denise Grahl krault im Wasser | Foto: Ralf Kuckuck / DBSDenise Grahl war happy: Am Abschlusstag der Europameisterschaften im Para Schwimmen auf Madeira (Portugal) blieb die 29-Jährige über 100 Meter Freistil bereits im Vorlauf knapp unter der erforderlichen Tokio-Norm und steigerte sich im Finale nochmals deutlich. Der Lohn: Silber. Es war Grahls vierte Medaille dieser EM – doch noch größer dürfte die Freude über die ersehnte Paralympics-Qualifikation gewesen sein. Zudem steuerten Verena Schott und Janina Breuer noch zweimal Bronze hinzu, so dass das deutsche Team mit insgesamt 21 Medaillen im Gepäck die Rückreise antritt.

Die Ausbeute kann sich sehen lassen: Dreimal Gold, neunmal Silber und ebenfalls neunmal Bronze sammelten neun Athletinnen und Athleten aus dem 16-köpfigen Aufgebot von Bundestrainerin Ute Schinkitz in sieben Wettkampftagen in Portugal. Doch abgesehen von den Medaillen hatte Schinkitz vor allem die Zeiten im Blick – und auch die konnten sich sehen lassen. Neun deutsche Rekorde, 21 persönliche Bestzeiten und 15 Saisonbestleistungen standen am Ende zu Buche, dazu zwei neue Normerfüller für die Spiele in Tokio. Neben Denise Grahl gelang das dem 20-jährigen Fabian Brune, der die Jugend-Norm unterbot. „Es gibt immer Licht und Schatten bei solchen Veranstaltungen, wobei die Lichtblicke überwiegen. Wir sind insgesamt zufrieden mit dem Leistungsniveau. Allen voran die potenziellen Tokio-Starter haben gute Wettkämpfe gezeigt“, bilanziert Ute Schinkitz und fügt an: „Wir wollten nach der langen Pause wieder Schwung aufnehmen in Richtung Tokio, das ist uns als Mannschaft sehr gut gelungen.“

So schafften es alle 16 Schwimmerinnen und Schwimmer ins Finale, insgesamt gelangen 48 Finalteilnahmen. Für die drei Goldmedaillen sorgten Elena Krawzow, Taliso Engel und Denise Grahl, die zudem zweimal Silber und einmal Bronze gewann. „Mein großes Ziel war die Tokio-Norm und ich bin sehr glücklich, dass ich das geschafft habe. Im Finale bin ich nur knapp über meiner Bestzeit geblieben“, sagte Grahl nach dem silbernen Abschluss über 100 Meter Freistil (1:11,92 Minuten / Startklasse S7). Eine Medaille mehr sammelte Verena Schott mit dreimal Silber und zweimal Bronze – am Finaltag kam noch Platz drei über 50 Meter Schmetterling mit deutschem Rekord hinzu (37,27 Sekunden / S6). „Ich bin mega stolz über diese Zeit, so schnell war ich auf dieser Strecke noch nie. Daher bin ich auch sehr happy über Bronze“, freute sich die 32-Jährige vom BPRSV.

Für die 21. und letzte deutsche Medaille bei der EM in Portugal sorgte Janina Breuer mit Bronze über 100 Meter Schmetterling (1:12,06 Minuten / S14). Für die Rückkehrerin war es nach zweimal Silber zuvor ihre dritte Medaille und somit ein gelungener Abschluss. Marlene Endrolath verpasste zwar als Vierte über die 200 Meter Lagen (SM13) das Treppchen, unterbot dafür mit 2:35,48 Minuten einen langjährigen deutschen Rekord auf dieser Strecke. Zudem wurde Tobias Pollap über 100 Meter Freistil mit Saisonbestleistung Fünfter (1:04,68 Minuten / S7).

Nächster Halt für die deutsche Nationalmannschaft sind die Internationalen Deutschen Meisterschaften in Berlin vom 17. bis 20. Juni – es ist gleichzeitig die letzte Möglichkeit zur Qualifikation für die Paralympics in Tokio, die am 24. August beginnen. Bundestrainerin Ute Schinkitz: „Wir treten zufrieden die Heimreise an und wissen, an welchen Baustellen wir noch arbeiten müssen, um bei der IDM in Berlin und schließlich in Tokio noch schneller zu werden.“

Weitere Informationen und Ergebnisse rund um die EM im Para Schwimmen gibt es unter www.paralympic.org/madeira-2020.

 

Das deutsche EM-Team für Madeira:
Elena Krawzow (27 / Berliner Schwimmteam / Nowowoskresenowka, Kasachstan), Marlene Endrolath (20 / Berliner Schwimmteam / Göppingen), Mira Jeanne Maack (17 / Berliner Schwimmteam / Berlin), Cosima Reinicke (18 / Berliner Schwimmteam / Berlin), Justin Kaps (19 / Berliner Schwimmteam / Berlin), Malte Braunschweig (20 / Berliner Schwimmteam / Berlin), Denise Grahl (29 / Hanse SV Rostock / Schwerin), Neele Labudda (18 / Hanse SV Rostock / Lübeck), Katherina Rösler (19 / Hanse SV Rostock / Rostock), Gina Böttcher (20 / SC Potsdam / Brandenburg a. d. Havel), Verena Schott (32 / BPRSV / Greifswald), Janina Breuer (22 / SSC Karlsruhe / Aachen), Taliso Engel (18 / SG Bayer / Lauf a. d. Pegnitz), Tobias Pollap (34 / SG Bayer / Hattingen), Fabian Brune (20 / SG Bayer / Attendorn), Johannes Weinberg (18 / TV 1860 Immenstadt / Oberstdorf).

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