• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Para Schwimm-EM: Verena Schott unterbietet ihren eigenen Europarekord um fast eine Sekunde, muss sich jedoch der jungen Schweizerin Nora Meister geschlagen geben – Mira Jeanne Maack schwimmt zu Bronze

Verena Schott | Foto: Oliver Kremer / DBSBei den Europameisterschaften im Para Schwimmen auf Madeira (Portugal) hat die deutsche Nationalmannschaft zum Auftakt Silber und Bronze gewonnen sowie zahlreiche persönliche Bestzeiten und Platzierungen unter den Top acht geholt. Für die Medaillen am ersten Tag der EM sorgten Verena Schott mit Platz zwei über 100 Meter Rücken und Mira Jeanne Maack mit Rang drei über 400 Meter Freistil.

Verena Schott hat die Titelverteidigung über 100 Meter Rücken in der Startklasse S6 trotz starker Leistung knapp verpasst. Zwar war die 32-Jährige vom BPRSV mit 1:22,75 Minuten fast eine Sekunde schneller als bei ihrem Europarekord im April, allerdings musste sich die gebürtige Greifswalderin der jungen Schweizerin Nora Meister geschlagen geben. Die 18-Jährige schwamm noch fast eine Sekunde schneller als Schott und schnappte sich damit nicht nur den EM-Titel, sondern auch den Europarekord (1:22,78 Minuten). "Mit meiner Leistung bin ich mega zufrieden, damit hätte ich zum jetzigen Zeitpunkt niemals gerechnet. Daher war es für mich ein sehr guter Start und ein Ausrufezeichen. Natürlich bin ich auch etwas traurig, dass es mit dieser bombastischen Zeit nicht zu noch mehr gereicht hat. Doch ich habe bei den Paralympics in Tokio die Möglichkeit, mir alles zurückzuholen und mich zu revanchieren", berichtet Verena Schott.

Zuvor sorgte Mira Jeanne Maack bei ihrer EM-Premiere für die erste deutsche Medaille auf Madeira. Die 17-jährige Berlinerin kämpfte sich in der Startklasse S8 über 400 Meter Freistil in 5:10,73 Minuten auf den Bronze-Rang und gewann damit ihre erste internationale Medaille. 2019 feierte Maack ihr WM-Debüt in London und ist auch jetzt noch das Küken im jungen deutschen Team.

In guter Form präsentierte sich auch Fabian Brune, der im Vorlauf bereits die B-Norm für die Paralympics erreichte und sich im Finale über 100 Meter Rücken nochmals steigerte – 1:20,74 Minuten bedeuteten eine persönliche Bestzeit. Im Dreikampf um Platz drei musste sich der 20-Jährige von der SG Bayer am Ende allerdings geschlagen geben und wurde in der Startklasse S6 mit knapp einer Sekunde Rückstand Fünfter. Ebenfalls Fünfte wurden Janina Breuer in 2:18,15 Minuten nach deutlicher Steigerung im Finale über 200 Meter Freistil (S14), Neele Labudda über 100 Meter Rücken in 1:22,16 Minuten (S12) sowie Cosima Reinecke. Die 18-jährige Berlinerin feierte über 50 Meter Freistil ein gelungenes Debüt bei ihrem ersten großen internationalen Auftritt (30,15 / S10). Darüber hinaus landeten Katharina Rösler über 200 Meter Lagen (3:46,42 / SM7) sowie Marlene Endrolath (1:14,66 / S13) und Taliso Engel (1:02,04 / S13) über 100 Meter Schmetterling jeweils auf Platz sieben, Gina Böttcher wurde über 50 Meter Brust Achte (1:16,75 / SB3).

„Wir haben zwei Medaillen gewonnen und sind viele persönliche Bestzeiten geschwommen. Insgesamt war es ein guter Auftakt für uns. Verena Schott hat eine starke Leistung gezeigt und mit einer tollen Zeit Silber geholt, dazu Mira Jeanne Maack mit ihrer ersten internationalen Medaille bei ihrer ersten EM“, bilanziert Bundestrainerin Ute Schinkitz nach Tag eins bei den Wettkämpfen auf Madeira. Am morgigen Montag hat das deutsche Team weitere Chancen auf Edelmetall. Unter anderem starten die Weltmeister Elena Krawzow und Taliso Engel über ihre Paradestrecken 100 Meter Brust.

Weitere Informationen und Ergebnisse rund um die EM im Para Schwimmen gibt es unter www.paralympic.org/madeira-2020.

Das deutsche EM-Team für Madeira:
Elena Krawzow (27 / Berliner Schwimmteam / Nowowoskresenowka, Kasachstan), Marlene Endrolath (20 / Berliner Schwimmteam / Göppingen), Mira Jeanne Maack (17 / Berliner Schwimmteam / Berlin), Cosima Reinicke (18 / Berliner Schwimmteam / Berlin), Justin Kaps (19 / Berliner Schwimmteam / Berlin), Malte Braunschweig (20 / Berliner Schwimmteam / Berlin), Denise Grahl (29 / Hanse SV Rostock / Schwerin), Neele Labudda (18 / Hanse SV Rostock / Lübeck), Katherina Rösler (19 / Hanse SV Rostock / Rostock), Gina Böttcher (20 / SC Potsdam / Brandenburg a. d. Havel), Verena Schott (32 / BPRSV / Greifswald), Janina Breuer (22 / SSC Karlsruhe / Aachen), Taliso Engel (18 / SG Bayer / Lauf a. d. Pegnitz), Tobias Pollap (34 / SG Bayer / Hattingen), Fabian Brune (20 / SG Bayer / Attendorn), Johannes Weinberg (18 / TV 1860 Immenstadt / Oberstdorf).

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.