• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Da mussten die deutschen Rollstuhlbasketball-Teams erst einmal tief durchschnaufen: Bei der Gruppen-Auslosung für die Paralympischen Spiele in Tokio erwischten sowohl die Damen als auch die Herren zwar sehr attraktive, aber ebenso schwierige Gegner. So müssen sich die Herren schon in der Gruppenphase mit den vier Nationen duellieren, die bei der WM 2018 die ersten vier Plätze belegten.

Jan Haller beim Versuch den Ball zu werfen | Foto: Foto: Steffie Wunderl / DBS„Das ist eine Hammergruppe. Wir sind sehr motiviert und wissen jetzt, was wir leisten müssen. Allerdings ist es schon gigantisch und auch verwunderlich, dass wir mit den Top-4-Nationen der Welt in einer Gruppe sind. Da fragt man sich schon, wie das zustande kommen kann“, bilanziert Herren-Bundestrainer Nicolai Zeltinger. Seine Auswahl muss in der Gruppe B gegen Weltmeister Großbritannien, Paralympics-Sieger USA sowie mit Australien und Iran gegen die dritt- und viertplatzierten Teams der vergangenen Weltmeisterschaften in Hamburg 2018 bestehen, dazu kommt Afrikameister Algerien. Mindestens zwei Teams müssen die Deutschen hinter sich lassen, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Zeltinger: „Die Situation ist, wie sie ist. Wir wollen für die ein oder andere Überraschung sorgen, um ins Viertelfinale einzuziehen und eine möglichst machbare Ausgangsposition zu schaffen.“

Auch die deutschen Damen sind von Beginn an voll gefordert. In der Gruppe A trifft das Team von Trainer Martin Otto auf Vize-Weltmeister Großbritannien, Kanada, Australien und Gastgeber Japan. „Das ist eine ausgeglichene, starke Gruppe. Es kann auch ein Vorteil sein, um gut ins Turnier zu finden und sich schnell einzuspielen“, sagt Kapitänin Mareike Miller und fügt hinzu: „Unser Ziel bleibt eine Medaille. Und wenn wir Gold gewinnen wollen, müssen wir ohnehin gegen jeden gewinnen.“ Bundestrainer Martin Otto erwartet in der anderen Gruppe einen Dreikampf zwischen den starken Teams aus den USA, China und den Niederlanden, sieht aber dort im Vergleich zur deutschen Gruppe auch vermeintlich schwächere Teams wie Algerien: „Wir haben eine spannende und offene Gruppe ohne schwache Gegnerinnen und werden vom ersten bis zum letzten Spiel gefordert sein. Kanada halte ich für einen Mit-Titelanwärter, auch Australien ist sehr stark, dazu wird Japan zuhause sicher ebenfalls eine Herkules-Aufgabe. Und mit Großbritannien hatten wir die ein oder andere nette Auseinandersetzung in den vergangenen Jahren. Wir müssen von Anfang an Gas geben.“

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