• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

„Bewegung gegen Krebs“: Der Deutsche Behindertensportverband hat in Kooperation mit der Deutschen Krebshilfe und dem Deutschen Olympischen Sportbund eine Vielfalt an qualitativ hochwertigen Konzepten und Materialien für die Übungsleiterqualifizierung in der Krebsnachsorge erstellt

Bewegung gegen Krebs | Foto: DOSB Jedes Jahr erkranken rund 510.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs – Tendenz steigend. Die Heilungschancen liegen heutzutage bei etwa 50 Prozent. Während früher die Meinung bestand, dass für Krebspatient*innen körperliche Ruhe für die Genesung besonders wichtig sei, sind inzwischen die positiven Auswirkungen von körperlicher Aktivität in der Krebsprävention, -therapie und -nachsorge wissenschaftlich bestätigt. Umso wichtiger ist es, dass immer mehr Betroffene den Weg in den Rehabilitationssport finden und die Angebote der Sportvereine nachhaltig verbessert und ausgeweitet werden.

„Für flächendeckende Angebote braucht es noch mehr qualitativ gut ausgebildete Übungsleiter*innen. Diese gilt es, bestmöglich auf ihre Aufgaben in der Sportgruppe vorzubereiten, um damit eine optimale Betreuung in der Krebsnachsorge zu gewährleisten“, sagt Dr. Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Als starker Partner der Bewegungsoffensive „Bewegung gegen Krebs“ der Deutschen Krebshilfe, des DOSB und der Deutschen Sporthochschule Köln hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) daher im Jahr 2018 das Teilprojekt „Qualifizierungsmöglichkeiten im Rehabilitationssport in der Onkologie“ übernommen. Die Zielsetzung: Einheitliche und qualitativ hochwertige Lehr- und Lernmaterialien für die Aus- und Fortbildung von Übungsleiter*innen im Rehabilitationssport konzipieren und dabei neue Erkenntnisse aus Bildung und Lehre sowie Wissenschaft und Medizin einfließen lassen.

„Die bestehenden Angebote im Rehabilitationssport müssen ausgeweitet und neue Angebote geschaffen werden. Dies ist im Sinne eines bewegungsfreundlichen Alltags sowie mit Blick auf eine Verbesserung der Lebensqualität von Krebsbetroffenen von großer Wichtigkeit“, betont Dr. Vera Jaron, DBS-Vizepräsidentin Bildung/Lehre und leitende Ärztin für Präventions-, Breiten- und Rehabilitationssport, und ergänzt: „Die Übernahme des Teilprojekts war uns ein großes Anliegen. Gerne haben wir unsere Expertise eingebracht und mit der Erstellung moderner wie aktueller Konzepte und Materialien zum nachhaltigen Erfolg des Gesamtprojekts beigetragen.“ Diese wurden von einer Expertengruppe des DBS erarbeitet und nun nach zweieinhalb Jahren Projektlaufzeit vorgestellt.

„Das durchweg positive Feedback zu den Projektergebnissen macht uns stolz. Darauf wollen wir uns jedoch nicht ausruhen“, betont Jaron und fügt an: „Um nachhaltig die Strukturen zu verbessern, ist es jetzt von großer Bedeutung, dass die erstellten Materialien flächendeckend verbreitet werden und Anwendung finden. Dies zu unterstützen, ist der nächste folgerichtige Schritt.“ Die Materialien werden nun in den Strukturen des organisierten Sports zahlreichen Multiplikator*innen aus den Sportverbänden sowie aus der Wissenschaft zur Verfügung gestellt und sollen als wertvolle Unterstützung in der Praxis eingesetzt werden.

Inhaltliches Herzstück des Projektes ist ein umfassendes und anschauliches Lernskript, welches als Nachschlagewerk für Übungsleiter*innen wichtige medizinische Hintergrundinformationen zu Krebserkrankungen enthält. Darüber hinaus beinhaltet es sportpraktische Empfehlungen für den Rehabilitationssport mit Krebspatient*innen. Die Übungsleiter*innen finden zudem in diversen Merkblättern zu den häufigsten Krebserkrankungen sowie in zwei Erklärvideos weitere nützliche Informationen für die Planung von Rehabilitationssportangeboten. Für die Referent*innen der Qualifizierungsangebote wurde unter anderem ein inhaltlicher Leitfaden erarbeitet, dazu wurden Präsentationen und methodische Tipps für zwei Präsenzfortbildungen erstellt. „Besonders hervorheben möchten wir die vier konzipierten E-Learning-Module. Durch den Einsatz von online-basierten Materialien wird eine Flexibilität in der Lehre erreicht, die es noch mehr Übungsleiter*innen ermöglicht, sich im Bereich Krebsnachsorge weiterzubilden“, berichtet Jaron.

„Entstanden ist ein wirklich tolles Projektergebnis, für das wir uns herzlich beim DBS, den Expert*innen und der Deutschen Krebshilfe bedanken”, resümiert DOSB-Vorstand Dr. Karin Fehres. „Mit diesem Qualifizierungs-Paket können wir den vielen mit Herzblut engagierten Übungsleiter*innen Know-how nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen anbieten. Denn die aktuelle Corona-Pandemie zeigt uns, wie wichtig regelmäßig stattfindende Sportangebote zur Gesundheitsförderung und gegen eine soziale Isolation sind.“

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