• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Qualifikationsturnier der Sitzvolleyball-Herren für die Spiele in Tokio findet im Februar in Duisburg statt – Sieben Mannschaften kämpfen um den letzten Platz für die Paralympics

Deutschlands Sitzvolleyballer wollen im Februar in Duisburg die Paralympics-Qualifikation schaffen. | Foto: Ralf Kuckuck / DBSBeim Heimspiel in Duisburg wollen sich Deutschlands Sitzvolleyballer den Traum von der Teilnahme an den Paralympics in Tokio verwirklichen. Nachdem das Qualifikationsturnier Mitte März in den USA kurz vor Beginn aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, findet der zweite Anlauf nun auf deutschem Boden statt. Austragungsort ist vom 15. bis 19. Februar 2021 die Sportschule Wedau. Sieben Mannschaften wollen dort um den letzten Platz für die Paralympics kämpfen.

Die Ausgangslage ist damit klar: Um sich das Tokio-Ticket zu sichern, muss beim Turnier der erste Platz her. Bei der EM 2019 in Ungarn hat Deutschland die Paralympics-Qualifikation trotz Bronze knapp verpasst. Das Team feierte sieben von acht möglichen Siegen und musste sich im Halbfinale nur dem späteren Europameister Russland geschlagen geben. Das macht durchaus Mut für das Heimspiel in Duisburg.

„Wir verbinden mit der Ausrichtung des Qualifikationsturniers in der Sitzvolleyball-Hochburg NRW nicht nur große Vorfreude, sondern auch sportlich eine große Chance. Unsere Mannschaft hat das klare Ziel, auf heimischem Boden den letzten Platz für die Paralympics in Tokio zu ergattern und sich damit den Traum von der Teilnahme an den Spielen zu verwirklichen. Wir werden in der Vorbereitung alles daran setzen, für beste Bedingungen zu sorgen und ein guter Gastgeber zu sein – erst recht in diesen schwierigen Zeiten. Damit wollen wir auch ein Signal setzen und Zuversicht verbreiten mit Blick auf die Durchführung von Sportveranstaltungen“, sagt DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher und ergänzt: „Vor den Paralympics in Rio hat unser Team ebenfalls in NRW die Qualifikation geschafft. Das werten wir als gutes Omen.“

Gegner der deutschen Nationalmannschaft sind in Duisburg die Teams aus den USA, Kanada, Kasachstan, Kroatien, Lettland und Ukraine. Gefördert wird das Qualifikationsturnier vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie vom Land Nordrhein-Westfalen. Veranstalter ist World ParaVolley, Ausrichter der Deutsche Behindertensportverband, der bei Organisation und Durchführung vom Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW unterstützt wird.

„Sitzvolleyball ist seit vielen Jahren eine Schwerpunktsportart im BRSNW und viele Mitglieder der Nationalmannschaft haben ihre Heimat am Bundesstützpunkt Sitzvolleyball Leverkusen. Wir freuen uns daher umso mehr, dass das Qualifikationsturnier in Nordrhein-Westfalen, in der Sportschule Wedau ausgetragen wird, Heimspiel für unsere NRW-Sportler“, sagt BRSNW-Vorsitzender Reinhard Schneider. „Es war kein einfaches Jahr für die Spieler, unter Corona-Bedingungen das Trainingsniveau zu halten. Daher wünsche ich der Mannschaft, dass sie sich für die harte Arbeit mit dem letzten Ticket für die Paralympischen Spiele in Tokio belohnt.“

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