• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan:
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan:
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan:
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan:
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan:

Rollstuhlrugby: Im Entscheidungsspiel um die Paralympics-Qualifikation unterlag das deutsche Team starken Franzosen – Viele überzeugende Auftritte und einen großen Schritt nach vorne gemacht

Marco Herbst jagt im Rollstuhl dem Ball nach | Foto: Nadine BieneckDie Paralympics-Qualifikation hat Deutschlands Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft verpasst, doch nach erster Enttäuschung überwiegt die Zufriedenheit über viele starke Auftritte und einen großen Schritt in der Entwicklung des neu formierten Teams. Im Entscheidungsspiel um das Tokio-Ticket unterlag die Auswahl von Cheftrainer Christoph Werner im kanadischen Vancouver den favorisierten Franzosen mit 30:54 und beendete das Qualifikations-Turnier auf einem guten dritten Platz. Trotz des geplatzten Traums von Tokio sammelte das deutsche Team einige Erfolgserlebnisse und Erfahrungen.

Es wäre eine Sensation gewesen, hätte Deutschland den großen Favoriten Kanada und Frankreich eines der beiden begehrten Paralympics-Tickets weggeschnappt. Das Wunder von Vancouver blieb aus, dennoch kann die deutsche Auswahl erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. In der Vorrunde, die nach der Absage der thailändischen Mannschaft mit sieben Teams im Modus jeder gegen jeden ausgetragen wurde, überzeugte Deutschland mit Siegen gegen Brasilien (50:46), Schweiz (46:45), Kolumbien (58:50) und Schweden (63:62) und musste sich nur Frankreich (32:51) und Kanada (31:59) geschlagen geben. Besonders mit den knappen Erfolgen gegen die Schweiz und in der Overtime gegen Schweden – es war der erste Sieg gegen die Skandinavier seit elf Jahren – setze die Auswahl von Christoph Werner zwei Ausrufezeichen. Als Vorrunden-Dritter qualifizierte sich Deutschland für das Entscheidungsspiel gegen Frankreich, war dort jedoch nach ausgeglichenem Beginn letztlich chancenlos.

„Natürlich sind wir erstmal alle enttäuscht, da wir doch gehofft hatten, dass wir es irgendwie nach Tokio schaffen können. Frankreich war allerdings eine Klasse besser und hat verdient gewonnen“, berichtet Cheftrainer Werner nach der Reise, die durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert wurde, und fügt an: „Insgesamt haben wir uns als Mannschaft deutlich weiterentwickelt und einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Mit dem dritten Platz sind wir zufrieden, das Resultat unterstreicht die gute Entwicklung und spiegelt unseren derzeitigen Leistungsstand wider.“

Nach dem Umbruch in Folge der enttäuschenden Heim-EM in Koblenz 2017 präsentierte sich das deutsche Team in guter Verfassung und setzte den eingeschlagenen Weg mit neuen Gesichtern und einigen jungen Wilden fort. Auch wenn die Weltspitze noch ein Stück entfernt ist: Es waren viele Auftritte dabei, die Mut machen für die Zukunft – besonders mit Blick auf die nächsten Paralympics in Paris 2024. Dann will die Mannschaft einen neuen Anlauf starten und die positive Entwicklung weiter fortsetzen. Christoph Werner: „Wir werden uns schnell wieder aufrichten und auf unser neues Ziel hinarbeiten.“

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