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Rollstuhlrugby: Deutschland geht als Außenseiter ins Qualifikationsturnier für die Paralympics in Tokio, sieht sich aber nicht chancenlos – Die letzten beiden Tickets für die Spiele werden vergeben

Kapitän Marco Herbst hält den Ball | Foto: Nadine BieneckRückblick: Bei der Heim-EM in Koblenz landete die deutsche Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft auf einem enttäuschenden sechsten Platz und damit weit hinter den eigenen Zielen und Erwartungen. Anschließend läutete Cheftrainer Christoph Werner den Umbruch ein. Mit neuen Gesichtern spielt das Team nun um die Paralympics-Qualifikation. Im kanadischen Vancouver geht es vom 4. bis 8. März 2020 um die letzten beiden Tickets für die Spiele in Tokio. Deutschland zählt zu den Außenseitern, sieht sich aber auch nicht chancenlos. Gelingt der neu formierten Mannschaft der große Coup?

„Wir brauchten diesen Umbruch. In den vergangenen zwei, drei Jahren haben wir erfolgreich frische und hungrige Spieler gefunden und sie in die Mannschaft eingebaut. Es wäre fantastisch, sollten wir tatsächlich die Qualifikation für die Paralympics schaffen. Jeder träumt davon. In so kurzer Zeit wieder auf einem so hohen Niveau zu sein, wäre ein persönlicher Erfolg“, erklärt Cheftrainer Werner. Es wäre freilich eine Sensation. Heißeste Anwärter auf die Paralympics-Tickets sind Turnier-Gastgeber Kanada und Frankreich. „Dahinter sind wir mit vier anderen Mannschaften auf einem Level“, sagt Werner. Verstecken braucht sich seine Mannschaft dabei nicht. „Wir sind körperlich und konditionell in einem guten Zustand. Im Gegensatz zu Kanada und Frankreich haben wir nichts zu verlieren und haben keinen Druck. Ich bin davon überzeugt, dass unsere jungen Wilden an einem guten Tag alles erreichen können“, betont Deutschlands Cheftrainer, der selbst als Rollstuhlrugby-Spieler an den Paralympics teilgenommen hat. „Es ist einfach das Größte, was man als Sportler erreichen kann.“

Die Generalprobe für die deutsche Auswahl verlief durchwachsen. Bei einem Turnier in den USA belegte die Mannschaft den sechsten Platz von elf Teams. „Wir haben dort viele Varianten ausprobiert. Teilweise lief es super, teilweise hat gar nichts funktioniert. Dennoch hat das Turnier einiges gebracht und wir sind wieder ein Stück vorangekommen – vor allem auch, um künftig flexibler agieren zu können“, berichtet Christoph Werner. Anschließend arbeitete er mit der Mannschaft in einem Trainingslager noch am Feinschliff. Insgesamt sieht der Coach sein Team auf einem guten Weg. Die Spieler der jüngeren Generation hätten inzwischen ein gutes europäisches Niveau erreicht. Besondere Verantwortung kommt Kapitän Marco Herbst zu. „Mit seiner Schnelligkeit und Beweglichkeit ist er unser herausragender Spieler. Er versucht auf dem Spielfeld Zeichen zu setzen, besonders wenn es auch mal nicht so läuft“, sagt Werner. Ebenso nimmt der 18-jährige Youngster Josco Wilke bereits eine wichtige Rolle ein und überzeugt mit frischer, unbekümmerter Spielweise sowie viel Spielverständnis.

Aufgrund des Corona-Virus hat sich kurz vor Turnierbeginn noch der Spielplan verändert. Da die Mannschaft aus Thailand ihre Teilnahme abgesagt hat, kämpfen nur noch sieben Teams um die beiden Paralympics-Tickets. Dadurch verändert sich auch der Modus. Statt zwei Gruppen spielt nun jeder gegen jeden, anschließend bestreiten der Erste und der Vierte sowie der Zweite und der Dritte die Halbfinalspiele – die beiden Sieger dieser Duelle dürfen nach Tokio reisen. Für Deutschlands Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft wäre es die erste Teilnahme an den Paralympics seit Peking 2008.

Das deutsche Aufgebot für das Paralympics-Qualifikationsturnier:
Thorsten Altmann (30 / Schwandorf / Donauhaie Illerrieden), Florian Bongard (26 / Alstersport e.V.), Marco Herbst (31 / Rendsdorf / Agivia Sharks), Britta Kripke (42 / Hamburg / Alstersport e.V.), Yves Maubach (22 / Agivia Sharks), Christian Riedel (49 / Stuttgart / Frankfurt Mainpower), Niklas Riedl (18 / Speedos Koblenz) Jens Sauerbier (32 / Magdeburg / Agivia Sharks), Michael Volter (28 / Bad Nauheim / Frankfurt Mainpower), Steffen Wecke (35 / Dragons Freiburg), Josco Wilke (18 / Leipzig / Agivia Sharks).

Weitere Informationen sowie einen Livestream gibt es auf der Veranstaltungsseite.

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