• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Beim Paralympics-Qualifikationsturnier im kanadischen Halifax haben die deutschen Sitzvolleyball-Damen im Halbfinale nach zwei starken ersten Sätzen 2:3 gegen die Ukraine verloren. Die Niederlage bedeutete zudem, dass das Team keine Chance mehr hat auf das letzte Ticket für die Spiele in Tokio. Im abschließenden Duell um Platz drei unterlagen die deutschen Damen knapp der Auswahl aus Slowenien.

Die deutschen Sitzvolleyballdamen vor dem bei der Ballannahme sitzend vor dem Netz | Foto: Mirjam SchülerNach zunächst zwei Niederlagen zum Auftakt der Gruppenphase gegen die Gastgeberinnen aus Kanada (1:3) sowie die Ukraine (2:3) feierte das deutsche Team in den beiden verbleibenden Gruppenspielen gegen Slowenien (3:2) und Finnland (3:1) zwei überzeugende Siegen. So ging die Mannschaft von Cheftrainer Christoph Herzog mit viel Selbstbewusstsein ins Halbfinale, Gegner war erneut die Ukraine. Schon aus der vorherigen Begegnung war klar, dass sich beide Teams im Kampf um den Einzug ins Endspiel nichts schenken würden. Mit starken Aufschlägen und guten Aktionen in der Feldverteidigung entschieden die deutschen Damen die Sätze eins und zwei für sich. „Die Mannschaft hat wirklich grandios ins Spiel gefunden und abgebrüht Punkt für Punkt gespielt“, lobt Herzog das Auftreten seiner Mannschaft.

Zum Einzug ins Finale fehlte also nur noch ein Satzgewinn, doch die Ukrainerinnen hatten sich im Kampf um das Tokio-Ticket noch nicht aufgegeben. Mit nun viel Druck von der Aufschlaglinie auf Seiten der Ukraine und einer Reihe von Fehlern bei den Deutschen kämpften sich die Weltranglistenvierten zurück in die Partie und drehten das Spiel zu einem 3:2-Sieg. „Es waren letztendlich kleine Nuancen, die das Spiel entschieden haben. Mit einer 2:0-Satzführung steigt der Wettkampfdruck für das Team zusätzlich und der Kopf spielt eine große Rolle. Trotz der Niederlage und des verpassten Tokio-Tickets habe ich großen Respekt vor der Mannschaft. Die Spielerinnen haben sich zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgegeben“, resümiert der Cheftrainer.

Auch im Spiel um Platz drei legten die deutschen Sitzvolleyballerinnen beeindruckend los und gingen erneut mit 2:0-Sätzen in Führung. Die slowenische Mannschaft kämpfte sich jedoch ebenfalls zurück ins Spiel, sodass auch in dieser Partie erst der Tiebreak die Entscheidung brachte. In einem spannenden Satz jubelten am Ende die Sloweninnen über den knappen 16:14-Satzerfolg und den 3:2-Sieg.

„Natürlich hätten wir das Turnier lieber mit einem Erfolg beendet, aber auch dieses Duell hat uns wieder weitere Spielpraxis und Erkenntnisse gebracht, die uns in zukünftigen Begegnungen helfen werden“, sagt Christoph Herzog und ergänzt: „Ich bin überhaupt nicht unzufrieden mit dem Auftreten und Abschneiden der Mannschaft. Wir haben für unseren jetzigen Entwicklungsstand gute Spiele gezeigt und bewiesen, dass wir auf internationalem Niveau konkurrenzfähig sind. Natürlich ist man nach zwei Niederlagen zunächst frustriert, aber wir richten den Blick nach vorne und schauen auf die bevorstehenden Wettkämpfe“, sagt Christoph Herzog. Schon im April steht für die deutschen Sitzvolleyballerinnen das nächste internationale Turnier an. Beim Weltcup in Kairo will sich das Team weiter im internationalen Sitzvolleyball-Zirkus behaupten und etablieren.

Das letzte Ticket für die Paralympics schnappten sich die Gastgeberinnen aus Kanada, die im Finale des Qualifikationsturniers die Ukraine deutlich mit 3:0 besiegten und sich nun auf Tokio vorbereiten dürfen.

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