• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Die deutschen Para Triathleten haben bei den Europameisterschaften im spanischen Valencia gleich dreimal Gold gewonnen. Martin Schulz sicherte sich in der Startklasse PTS5 seinen achten EM-Titel in Folge während Elke van Engelen (PTS4) und Christiane Reppe (PTCW) über ihre jeweils erste Goldmedaille bei einer Europameisterschaft jubelten.

Foto von Schulz, Reppe und van EngelnFür den ersten Titel des Tages sorgte Martin Schulz. Der Paralympics-Sieger von 2016 kam hinter dem Briten Gorge Peasgood aus dem Wasser und übernahm auf dem Rad die Führung, die er sich bis zum Zieleinlauf nicht mehr nehmen ließ. Mit einer Zeit von 01:00,07 Stunden kam er vor dem Spanier Jairo Ruiz Lopez und Alexandr Lalchik aus Russland ins Ziel und jubelte über seinen achten EM-Titel in Folge: „Seit meiner ersten Europameisterschaft 2012 konnte ich jedes Mal mit Gold nach Hause kommen. Damals noch der Jäger, seit einiger Zeit immer der Gejagte. Jedes Rennen war einzigartig und hat seine eigene Geschichte geschrieben. Was aber geblieben ist: Immer standen ein starkes Team, Partner, Sponsoren, Familie und Freunde sowie mein Verein und der Verband hinter mir, die mich in ihren Möglichkeiten unterstützt haben. Ohne diesen Support wären die acht EM-Titel nicht möglich gewesen. Ich bin richtig dankbar dafür!“

In der Klasse der Rollstuhlfahrerinnen lieferte sich Christiane Reppe mit der Niederländerin Margret Ijdema einen harten Schlagabtausch. Erst auf dem letzten Abschnitt mit dem Rennrollstuhl übernahm die 32-jährige Dresdenerin die Spitze und sicherte sich den ersten EM-Titel ihrer noch jungen Para Triathlon-Karriere. 2016 gewann Reppe noch mit dem Handbike Gold bei den Paralympischen Spielen in Rio. „Die Niederländerin hat wirklich ein starkes Rennen hingelegt. Ich war mir zwischenzeitlich nicht sicher, ob ich noch an sie herankomme. Umso schöner war das Gefühl dann mit dem Rennrollstuhl doch noch an ihr vorbeziehen zu können“, freute sich Reppe im Anschluss an ihr Rennen. Mit Bronze bei der WM und EM-Gold hat sie sich nun vollends in der internationalen Para Triathlon-Szene etabliert.

Auch Elke von Engelen jubelte über ihren ersten EM-Titel. Erst vor zwei Wochen bei den Weltmeisterschaften in Lausanne hatte sie mit Bronze in der Klasse PTS4 bewiesen, dass sie zur Weltspitze gehört. In ihrem Rennen setzte sie sich deutlich gegen die Konkurrenz durch und freute sich nach 01:19,46 Stunden über Gold.

„Gold für Martin, Gold für Elke und Gold für Christiane – na klar, da ist man als Bundestrainer durchaus zufrieden“, resümierte Tom Kosmehl das erfolgreiche Abschneiden seiner Athletinnen und Athleten.

Antonio Müller und Benjamin Lenatz belegten in der Klasse der Rollstuhlfahrer (PTCW) die Ränge sieben und acht. Lena Dieter überquerte in der Klasse der blinden und sehbehinderten Athletinnen als Fünfte die Ziellinie.

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