• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan:
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan:
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan:
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan:
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan:

Para Radsport-WM: Hans-Peter Durst fährt den ersten WM-Titel für Deutschland ein – Maximilian Jäger holt Silber bei seiner WM-Premiere

Foto: Oliver Kremer, sports.pixolli.comDer Routinier und der Youngster jubeln: Am zweiten Zeitfahrtag der Weltmeisterschaften der Para Radsportler im niederländischen Emmen haben die deutschen Athleten bereits am Vormittag zwei Medaillen gesammelt. Dreiradfahrer Hans-Peter Durst gewann das Rennen der Klasse T2 und eroberte den Weltmeistertitel zurück, Maximilian Jäger wurde bei seiner ersten WM-Teilnahme direkt Zweiter in der Klasse T1.

Die Zeitfahren der Dreiradklassen gingen über zwei Runden eines 10,4 Kilometer langen Kurses. Für Hans-Peter Durst war es schon ein Erfolg, überhaupt starten zu können: Der Doppelweltmeister von 2017 im Zeitfahren und Straßenrennen konnte 2018 seine Titel nicht verteidigen, da er aus gesundheitlichen Gründen nicht startete. In dieser Saison hatte Durst wieder gesundheitliche Probleme, musste sich drei Operationen aufgrund eines Geschwürs hinter dem Auge unterziehen und konnte zu keinem Weltcuprennen antreten.

Trotzdem bekam Durst das Vertrauen des Bundestrainers und zahlte dies mit der Bestzeit von 34:06,93 Minuten und dem Weltmeistertitel zurück. „Dieser Vertrauensvorschuss des Bundestrainers Tobias Bachsteffel, unseres Sportdirektors Frank-Thomas Hartleb, ganz besonders auch unserer Verbandsärztin Anja Hirschmüller, war riesig. Sie haben beschlossen, dass ich zur Weltmeisterschaft kommen kann, obwohl ich keine Qualifikationsrennen fahren durfte. Ich hatte nach dieser Vorgeschichte mit einer Platzierung unter den besten fünf gerechnet, jetzt bin ich Weltmeister, ich kann es selbst noch gar nicht fassen. Vielleicht kommt es morgen irgendwann, jetzt genieße ich es einfach, es sind tolle Menschen um mich herum, die alle ihren großen Anteil daran haben, vielen Dank“, sagte Durst und freute sich über sein neuntes Regenbogentrikot.

Maximilian Jäger gab in seiner ersten Saison im Para Radsport sein WM-Debüt. Der 19-Jährige wurde nur vom Chinesen Jianxin Chen bezwungen und gewann in 37:16,45 Minuten sensationell die Silbermedaille. „Mein Rennen ist gut gelaufen“, sagte Jäger. „Die erste Runde war in Ordnung, auf der zweiten Runde habe ich dann nochmal alles aus mir rausgeholt, mehr ging nicht. Ich habe mir eine Medaille ein bisschen ausgemalt, weil mir das Zeitfahren sehr gut liegt, dass ich bei meiner ersten WM Vizeweltmeister werde, ist trotzdem unglaublich.“ Eine starke Leistung und ein hervorragender Einstand für den Youngster bei seiner Premiere.

Angelika Dreock-Käser bestritt ebenfalls ihre erste WM, sie belegte im Zeitfahren der Klasse T2 den vierten Platz, Jana Majunke wurde Fünfte. Die Nationalmannschaft von Bundestrainer Tobias Bachsteffel hat bisher einmal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze auf dem Medaillenkonto. Am Nachmittag starten mit Bernd Jeffré, Dražen Borić, Vico Merklein, Andrea Eskau, Mariusz Frankowski und Andrea Eskau sechs deutsche Handbiker im Zeitfahren.

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