• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Die Stimmung ist gut im deutschen Para-Dressurteam, alle sind hoch motiviert. Wenige Tage vor Beginn der Europameisterschaften vom 21. bis 25. August 2019 in Rotterdam blickt Chef d'Equipe Britta Bando zuversichtlich auf die kommende Woche. „Nachdem wir 2018 bei den Weltmeisterschaften in Tryon (USA) Mannschafts-Bronze gewonnen haben, reiten wir in Rotterdam auf jeden Fall um Medaillen“, sagt sie. Und zwar nicht nur mit dem Team, sondern auch in den Einzelwertungen.

Foto: Uli Gasper / DBSVon Freitag bis Samstag geht es zu einer letzten Vorbereitung in die Gold-Krämer-Stiftung nach Frechen. Dort wird das vierköpfige Reiterteam – allesamt amtierende Deutsche Meister in ihren jeweiligen Grades – sich und die Pferde abschließend auf das große Championat einstimmen. Anschließend reist das insgesamt 20-köpfige deutsche Team geschlossen nach Rotterdam. Für eine Reiterin werden die Europameisterschaften sicherlich besonders aufregend. Heidemarie Dresing, die vor ihrer Diagnose Multiple Sklerose im Regelsport sehr erfolgreich war, startet im Alter von 64 Jahren zum ersten Mal bei einem solch großen Para Dressur-Turnier. Für sie und ihre erst sechs Jahre alte Stute La Boum wird die EM ein Test, „ob die Nerven halten“, wie Britta Bando sagt.

Was indes zur Beruhigung aller Reiter beiträgt, ist sicherlich die Tatsache, dass das Team durch den Gewinn der WM-Bronzemedaille bereits direkt für die Paralympics 2020 in Tokio qualifiziert ist. Welche Reiter am Ende tatsächlich die Nominierung erhalten, wird sich aber erst im Laufe der kommenden Turniere herauskristallisieren. „Da kann sich noch so viel entwickeln“, sagt Bando. Gemeinsam mit Bundestrainer Bernhard Fliegl möchte sie ein absolut zuverlässiges und leistungsstarkes Team für die Spiele zusammenstellen. Denn nur so kann der Erfolg bei den Paralympics in Rio 2016 – damals gewann das Team Silber – wiederholt oder möglicherweise sogar getoppt werden.

Quelle: Heike Werner

Das deutsche EM-Aufgebot:
Heidemarie Dresing (64 / Grade II / Zucht-, Reit und Fahrverein Gütersloh / Hagen), Regine Mispelkamp (48 / Grade V / Reitverein Seydlitz Kamp / Geldern), Elke Philipp (55 / Grade I / RuFV Chiemgau Nord / Treuchtlingen), Steffen Zeibig (42 / Grade III / SGV Dresden / Dresden)

Weitere Informationen rund um die EM finden sie unter http://www.rotterdam2019.com/en/

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