• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Internationale Deutsche Meisterschaften: Das „schnelle Berliner Wasser“ sorgt für Rekordflut

Foto: Picture Alliance / DBSFrechen, 11. Juni 2019. 42 Weltrekorde – das ist die beeindruckende Zahl zum Abschluss der Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Para Schwimmen in Berlin. Auch die deutschen Starterinnen und Starter nutzten das schnelle Berliner Wasser für sich und schwammen zu sieben neuen Weltbestmarken – vier davon gingen auf das Konto von Elena Krawzow.

Die 25-jährige sehbehinderte Schwimmerin zeigte in Berlin erneut, dass sie momentan in Top-Form ist. Schon im April hatte Krawzow zum Saisonstart drei Weltrekorde aufgestellt, die sie nun in Berlin selbst teils deutlich unterbot. Über die paralympische Distanz 100 Meter Brust sowie über 50 Meter Brust, 200 Meter Brust und 50 Meter Schmetterling ist sie derzeit in der Startklasse S12 die Schnellste der Welt – und das obwohl sie seit dem zweiten Wettkampftag mit einer im Training erlittenen Gesichtsverletzung startete. „Ich bin so glücklich und zufrieden mit dem Wettkampf in Berlin. Über diese Top-Ergebnisse bin ich selbst erstaunt und sehr stolz“, resümierte die Lokalmatadorin vom PSC Berlin das erfolgreiche Pfingst-Wochenende, die von einem vierwöchigen Höhentrainingslager in die Heimat zurückkehrte und dort groß auftrumpfte.

Grund zur Freude hatte auch Gina Böttcher. Die Vize-Europameisterin schwamm über 200 Meter Lagen in der Klasse SM4 schon im Vorlauf Weltrekord und verbesserte ihre eigene Zeit im Finale um erstaunliche acht Sekunden. Auch über 50 Meter Schmetterling überzeugte die 18-Jährige vom SC Potsdam und stellte einen Europarekord auf.

Verena Schott hatte gleich am ersten Tag der IDM in Berlin für Furore gesorgt. Über 200 Meter Rücken schlug die 30-Jährige in der Klasse S7 mit Weltrekord an. Reihenweise starke Leistungen zeigte auch der erst 16-jährige Josia Topf. Neben insgesamt zehn deutschen Rekorden stellte er in der Klasse S3 über 50 Meter Schmetterling eine Weltbestmarke auf.

Für das gesamte deutsche Team war es ein erfolgreiches Wochenende vor heimischer Kulisse. Bundestrainerin Ute Schinkitz zeigte sich zum Abschluss entsprechend sehr zufrieden: „Wir sind froh, dass wir die IDM als Zielwettkampf für die WM-Qualifikation nehmen können, weil wir wissen, dass das Niveau hier immer sehr hoch ist. Die Athleten konnten die Normen erneut bestätigen und teilweise sogar noch verbessern. Das macht uns zuversichtlich, dass wir bei der WM im September in London um Finalplatzierungen und Medaillen mitkämpfen können."

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