• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Para Taekwondo-WM: Hasim Celik unterliegt erst im Halbfinale und setzt mit Platz drei ein Ausrufezeichen auf dem Weg zu den Paralympics 2020

Foto: Ralf Kuckuck, DBS-AkademieFrechen, 5. Februar 2019. Hasim Celik hat bei den Para Taekwondo-Weltmeisterschaften im türkischen Antalya die Bronzemedaille in der Klasse K44 über 75 Kilogramm gewonnen. Für den 28-Jährigen vom KSC Leopard Nürnberg war es die erste WM-Medaille seit 2014 und ein großer Schritt in Richtung der Paralympics in Tokio 2020.

„Ich habe ganz wichtige Punkte für die Paralympics-Qualifikation gesammelt und die erste große Hürde genommen. Endlich wieder eine Medaille bei einer WM“, freut sich Celik und fügt an: „Mit meiner Leistung kann ich zufrieden sein, die Tagesform passte gut. Daran kann ich anknüpfen.“ Angefeuert von seinem persönlichen Fanclub – seine Tante aus der Türkei war mit einigen Freunden vor Ort und sorgte in der Halle mit lautstarken „Deutschland-Sprechchören“ für Aufsehen – setzte sich Celik in den ersten beiden Runden souverän durch und zog in die Runde der besten Acht ein.

Dort stand ihm mit Evan Medell der aktuelle Weltranglistenzweite aus den USA gegenüber. Bei der WM vor zwei Jahren war Celik im Viertelfinale noch hauchdünn mit einem Punkt gegen den Amerikaner ausgeschieden, diesmal durfte er nach einem erneut intensiven Duell jubeln. Nachdem es zunächst unentschieden gestanden hatte, fiel die Entscheidung zugunsten des gebürtigen Weißenbergers erst im Sudden Death – eine gelungene Revanche. „Es war ein harter Kampf, diesmal hatte ich das Quäntchen Glück auf meiner Seite.“

Im Halbfinale musste sich Celik allerdings dem starken Briten Matt Bush geschlagen geben. Dennoch überwog bei Celik, der bei der EM im Vorjahr nach einer hartnäckigen Knieverletzung bereits im Viertelfinale ausgeschieden war, die Freude über sein Abschneiden bei der WM. „Ich bin zufrieden und weiß, in welchen Bereichen ich mich noch verbessern muss. Daran werde ich konsequent arbeiten“, sagt Celik. Damit sein Traum von der Paralympics-Teilnahme in Tokio 2020 in Erfüllung geht. „Ich mache mein ganzes Leben Taekwondo. Ich war Welt- und Europameister. Die Paralympics fehlen mir noch. Das ist eine große Chance für mich.“

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