• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

DBS-Vizepräsident Dr. Karl Quade reagiert mit Unverständnis und Kritik auf die Entscheidung der WADA und appelliert ans IPC, eine Zulassung Russlands erst nach der vollständigen Erfüllung der Kriterien zu gewähren

Foto: picture alliance / DBSFrechen, 21. September 2018. Mit Unverständnis und Kritik reagiert der Deutsche Behindertensportverband auf die deutliche Entscheidung des Exekutivkomitees der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), die russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA) wieder aufzunehmen. Dabei seien noch immer zwei elementare Bedingungen, die eigentlich Voraussetzung zur Wiederaufnahme waren, noch nicht erfüllt worden, bemängelt Dr. Karl Quade, Vize-Präsident Leistungssport des DBS.

„Die Entscheidung der WADA, die Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur aufzuheben, ist inkonsequent und ein herber Rückschlag. Eigentlich muss eine solche Organisation eine Vorreiterrolle im entschlossenen Anti-Doping-Kampf einnehmen. Stattdessen wird sich auf faule Kompromisse eingelassen, obwohl die hochkriminellen Machenschaften im Vorfeld und während der Olympischen und Paralympischen Spiele von Sotschi noch immer nicht aufgearbeitet sind. Die vollständige Anerkennung des McLaren-Reports über systematisches Doping unter Beteiligung staatlicher Organe ist noch immer nicht erfolgt, ebenso soll es erst Mitte 2019 einen Zugang zum Moskauer Doping-Kontrolllabor geben. Nach den Erfahrungen der Spiele in Sotschi erwarte ich dort dann keine nennenswerten Unterlagen mehr. Die Wiederaufnahme der RUSADA zum jetzigen Zeitpunkt ist weder nachvollziehbar noch hinnehmbar“, sagt Quade.

Er hoffe, dass zumindest das Internationale Paralympische Komitee (IPC) nicht gleich auf die Linie der WADA oder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) einschwenke. „Wir erwarten, dass das IPC weiterhin ein ernsthaftes Interesse an einer wirklichen Neuorientierung des russischen Sports hat und fordern daher, das Nationale Paralympische Komitee Russlands solange nicht zuzulassen, bis eine vollständige Anerkennung des McLaren-Reports und ein zügiger, uneingeschränkter Zugang zum Moskauer Labor erfolgt ist. Für die vielen Athletinnen und Athleten, die sich einem fairen und sauberen Sport verschrieben haben, bedaure ich diese völlig verfrühte Entscheidung der WADA. Nach staatlich organisiertem Doping nur ein wenig Strafe zahlen und dann schon zur Normalität zurückzukehren, ohne die Bedingungen komplett zu erfüllen – das ist ein schlimmes Signal“, betont Quade.

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