• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Der deutsche Skilangläufer zeigt bei den Paralympics in PyeongChang über die 20 Kilometer im freien Stil ein beherztes Rennen und wird Sechster. Alexander Ehler stürzt und wird Achter.

PyeongChang, 12. März 2018. Der „lange Kanten“, wie ihn die Skilangläufer nennen, ist normalerweise keine deutsche Spezialdisziplin. Bei den Paralympics im südkoreanischen PyeongChang aber brachte er dem Team nun zum zweiten Mal gute Laune. Knapp 24 Stunden nach dem Silber-Erfolg für Andrea Eskau im Sitzski ging Steffen Lehmker vom WSV Clausthal-Zellerfeld in der stehenden Konkurrenz über 20 Kilometer im freien Stil auf die Loipe und zeigte eine starke Leistung. In 49:30.0 Minuten wurde der Niedersachse Sechster.

„Ich freue mich riesig“, sagte der 28-Jährige, der sich kurzfristig für einen Start entschieden hatte, weil gute Bedingungen vorausgesagt waren und dessen Hoffnungen sich bewahrheiteten. Die Strecke im Alpensia Biathlon Centre präsentierte sich am Montagmorgen längst nicht so seifig wie am Tag zuvor. „Ich konnte technisch sauber laufen. Erst in der letzten Runde wurde es etwas weicher.“

Damit hat Lehmker sein Mindestziel für seine ersten Paralympischen Spiele bereits erreicht: unter die Top acht zu laufen und seinen Kaderstatus zu bestätigen. „Mir fällt ein Stein vom Herzen.“ Der Bundestrainer Ralf Rombach lobte: „Es gab nicht viel, was Steffen hätte besser machen können. Das war wirklich gut.“

Für den zweiten deutschen Starter im Klassement lief das Rennen dagegen unglücklicher. Alexander Ehler vom SV Kirchzarten rutschte in der ersten Runde in einer Abfahrt weg, stürzte und verlor einiges an Zeit. „Ab der zweiten Runde wurden mir dann schon die Beine schwer“, sagte er. Auf Rat des Bundestrainers nahm der 48-Jährige Tempo raus. Zum Schluss stand ein achter Rang in 50:45.9 Minuten zu Buche.

Gold über die 20 Kilometer ging an Ihor Reptyuhk aus der Ukraine, der in 44:52.4 Minuten eine Klasse für sich war. Benjamin Daviet aus Frankreich gewann Silber in 46:48.9 Minuten, der Norweger Hakon Olsrud durfte sich über Bronze in 47:10.6 Minuten freuen. Am Dienstag geht es in PyeongChang mit dem Biathlon über die mittlere Distanz (10/12,5 Kilometer) weiter. Alexander Ehler ist dann nicht am Start. Er schont sich für den Langlauf-Sprint am Mittwoch. Vivian Hösch (Ring der Körperbehinderten Freiburg) muss wegen einer Angina passen.

Hintergründe zu den Sportlerinnen und Sportlern unserer Deutschen Paralympischen Mannschaft finden Sie unter www.deutsche-paralympische-mannschaft.de.

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