• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Willi Breuer wird neuer Cheftrainer der Nationalmannschaft für Fußballer mit intellektueller Beeinträchtigung

Frechen, 31. Mai 2017. Am 1. Juni kehrt der Fußballlehrer Willi Breuer nach zehn Jahren zurück als Cheftrainer der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft ID. Bereits von 1992 bis 2007 betreute er die deutsche Auswahl der Fußballspieler mit intellektueller Beeinträchtigung. Sportlicher Höhepunkt seiner Laufbahn war der dritte Platz bei der WM 2006 im eigenen Land. Deutschland präsentierte dabei das Thema „Fußball für Menschen mit Behinderung“ einer breiten Öffentlichkeit. Rund 300.000 Menschen kamen in die Stadien, um die 16 qualifizierten Mannschaften zu sehen. Mit Willi Breuer verpflichtet der Deutsche Behindertensportverband (DBS) einen sehr erfahrenen Trainer, der maßgeblich am Konzept des Fußball-Leistungszentrums Frechen der Gold-Kraemer-Stiftung mitgearbeitet hat. Hier erhalten Fußballer mit geistiger Behinderung erstmals in Deutschland die Möglichkeit, Fußball als Bildungsprofil im Rahmen einer Werkstattbeschäftigung auszuüben.

Der DBS verbindet mit der Rückkehr Breuers die Hoffnung, die erfolgreiche Zusammenarbeit der Vergangenheit nun fortzusetzen. „Wir freuen uns sehr darüber, mit Willi Breuer einen ausgewiesenen Fachmann wieder an Bord zu haben – sowohl in fußballerischer Hinsicht als auch im Umgang mit Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Daher erhoffen wir uns, mit dieser Personalie an alte Erfolge anknüpfen zu können“, erklärt DBS-Sportdirektor Frank-Thomas Hartleb.

Der DBS und die Gold-Kraemer-Stiftung arbeiten zur Förderung und Entwicklung des Leistungsfußballs für Sportler mit geistiger Behiderung bereits eng zusammen. Das Fußball-Leistungszentrum der Stiftung ist seit 2014 offizieller Lehrgangsstandort der Nationalmannschaft. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Johannes Ruland, unterstreicht die Beutung dieser Kooperation: „Durch die fachliche und infrastrukturelle Zusammenarbeit von DBS und Gold-Kraemer-Stiftung können wir talentierten Fußballern mit Behinderung eine noch gezieltere Förderung im Leistungssport anbieten.“

Auch Willi Breuer, der zudem weiter beim Fußball-Leistungszentrums Frechen der Gold-Kraemer-Stiftung tätig ist, freut sich auf die Aufgabe. „Es geht jetzt in erster Linie darum, unsere Spieler für die kommenden internationalen Herausforderungen vorzubereiten. Die Strukturen sind heute besser als damals und wir können auch mit Unterstützung des DFB und den Mannschaften der Fußball-Bundesliga ganz neue Wege gehen. Dieses Potenzial müssen wir noch besser ausschöpfen.“ Ob die deutsche Nationalelf allerdings bei den Weltmeisterschaften 2018 in Russland mitwirken wird, ist noch fraglich. Die direkte Qualifikation wurde verpasst, dennoch hofft Breuer noch auf eine Teilnahme: „Wir wünschen uns, dass sich noch eine Möglichkeit ergibt dabei zu sein, damit wir uns im internationalen Vergleich mit den anderen Teams messen können.“

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