• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.
Viele Kinder und Jugendliche im Rollstuh, die ihre Arme nach oben strecken und jubeln / Foto: Hans Kloss

Mit einem neuen Themenschwerpunkt startete die Tryout-Serie des DRS in Hamburg in diesem Jahr in seine zweite Runde: Dieses Mal lag der Fokus auf der technischen Ausbildung von jungen (aber auch von bereits reiferen) Rollstuhlbasketballern. Dafür konnte Organisator Bernd Eickemeyer vier versierte Tryout-Coaches gewinnen, die in Kleingruppen die Basistechniken des Rollstuhlbasketball übten. Die 24 jungen Aktiven waren mit Feuereifer bei der Sache, auch wenn sie schnell merkten, wo ihre individuellen Grenzen liegen.

Philipp Vogel beobachtet und korrigiert das 1 gegen 1-Verhalten der jüngsten Teilnehmer / Foto: Hans KlossGenau an diesem Punkt hakte das Quartett der Tryout-Coaches ein und gaben Tipps, so dass die Teilnehmer ihr individuelles Repertoire von Fähigkeiten bei den Fahrtechniken (Lillemor Köper, BG Baskets HH), beim Umgang mit dem Ball (Sven Kidon, BG HH-West), bei Korblegern und Korbwürfen (Denny Ertel, BG HH-West) und beim Verhalten 1 gegen 1 (Philipp Vogel, BG Baskets HH) deutlich verbesserten. „Es war schön zu sehen, wie intensiv die Coaches mit den Teilnehmern interagierten und so eine konzentrierte Lernatmosphäre herstellten“, lobte Eickemeyer seine Coaches-Crew, die selbst zwischendurch bzw. nach der Veranstaltung vom Hamburger Landestrainer Korrekturen und Tipps bekamen.

Bei Lillemor Köper lernten die jungen Teilnehmer einfache Chairskills, aber auch anspruchsvolle 'Moves', wie den 'V-Cut' und den 'U-Turn'. / Foto: Hans Kloss„Erst war ich nicht sicher, ob es sich tatsächlich lohnt, in einem Jahr zwei Tryout‘s zu organisieren. Die gemeldeten 24 Teilnehmer*innen, 3 Hospitations-Coaches und 4 Tryout-Coaches jedoch sprechen eine eindeutige Sprache: Tryout’s sind in und um Hamburg herum beliebt und haben durchaus Zukunft“, resümiert Organisator Eickemeyer, der im April bereits 19 junge Teilnehmer und 9 RBB-Coaches aus dem Norden zur ersten Auflage begrüßen konnte. Auch für 2020 sind wieder zwei Veranstaltungen dieses Formats in der „Barakiel-Sporthalle“ der Evangelischen Stiftung Alsterdorf geplant. Termine für die Tryout’s im kommenden Jahr stehen allerdings noch nicht fest.

Bei Sven Kidon (BG HH-West) ging es um Passen, Dribbeln und Fangen. Er achtete dabei sehr genau auf eine korrekte Hand- und Fingerhaltung am Ball. / Foto: Hans Kloss

Autor: Hans Kloss

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