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  • Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Hannover, 11.09.2016, „Ich darf mich bei allen Spielern für eine wunderbare Leistung an diesem Wochenende bedanken!“, so Trainerin Nadine Löschke nach der ersten bestandenen Herausforderung für ihr noch junges Team. Am vergangenen Wochenende musste sich die neu zusammen gestellte Mannschaft, bestehend aus Rollstuhlbasketballern aus Nusse und Hamburg, das erste Mal beweisen. Beim alljährlichen Regionspokal Wochenende spielte das Team mit dem Namen „BG Baskets Hamburg 3“ in Hannover gegen Mannschaften aus dem gesamten Norden.
In zwei Gruppen wurde Samstag und Sonntag um die begehrten Finalplätze gespielt und die Spielgemeinschaft aus Hamburg und Nusse hatte mit zwei Regionalliga Aufsteigern, aus Kiel und Langenhagen, sowie mit einer Mannschaft aus Braunschweig, die vermeintlich leichtere Gruppe. Doch bereits im ersten Spiel gegen Neuling Kiel zeigte sich, dass es kein einfacher Turniertag werden sollte. Ein ausgeglichenes Spiel in dem weder die eine noch die andere Mannschaft eine klare Führung herausspielen konnte und das zum Schluss noch zu einem echten Krimi wurde. Zwölf Sekunden vor Schluss stand es 42:42 zwischen den beiden Teams.

Die Kieler versuchten mit einem langen Pass in die gegnerische Hälfte noch eine letzte Chance zu kreieren aber in dieser Situation gelang es Baskets Spielerin Rebecca Lieb, den Pass abzufangen und den Ball auf den bereits in Position stehenden Eickemeyer zu spielen. Mit dem ertönen der Schlusssirene versenkte er den Ball im Korb und konnte das Spiel für seine Mannschaft entscheiden. Für Hamburg spielten L. Köper, A. Riebau(6), E. Bode, R. Lieb, N. Löschke, D. Völzmann, C. Depping(8), V. Völzmann, F. Depping(2), H. Theophile(4) und L. Eickemeyer(20). Die zweite Vorrundenbegegnung des Tages war gegen die RSG Langenhagen. In einem weitaus weniger nervenaufreibenden Spiel schafften es die Baskets einen 31:24 Sieg herauszuspielen und hielten die Langenhagener vor allem im zweiten und dritten Viertel mit insgesamt nur sieben Punkten erfolgreich vom eigenen Korb fern. Im dritten Vorrundenspiel, am darauffolgenden Tag, wartete mit der MTV Braunschweig eine sehr erfahrene Mannschaft auf die BG Baskets. Auf Grund eines kompletten Fehlstartes schaffte die nervös und hektisch agierende Mannschaft von Trainerin Löschke es gerade einmal zu drei Punkten in der ersten Hälfte. Es sah bereits nach einer Deklassierung aus, die sie vermutlich den Platz im Finale gekostet hätte. Doch mit einer couragierten Leistung in den beiden letzten Vierteln kämpfte man sich auf einen Punkt heran bis kurz vor Schluss. Es bahnte sich ein ähnlicher Krimi wie am Vortag an, jedoch zeigten die Braunschweiger in dieser Situation keinerlei Nerven und fuhr den 29:28 Sieg nach Hause. Zu diesem Zeitpunkt wähnten sich die Baskets bereits ausgeschieden, da nur der Erste der Gruppe um den Regionspokal am Nachmittag mitspielen durfte. Umso größer war die Freude als sie von der Turnierleitung mitgeteilt bekamen, dass sie aufgrund ihres besseren Korbverhältnisses doch Gruppenerster und somit im Finale auf die Hausherren aus Hannover treffen würden.

Im Finale zeigte sich jedoch schnell, dass man hier heute nicht als Sieger vom Platz gehen würde. Es mangelte an vielem gegen dieses sowohl fahrerisch als auch taktisch überlegene und eingespielte Team aus Hannover, hinzu kamen noch die vorangegangen kräftezerrenden Partien und fehlendes Glück im Abschluss. Nach vier Vierteln stand ein klares 40:6 auf der Anzeigetafel, das in seiner Höhe auch verdient war. Das verlorene Finale trübte nur kurz die Stimmung der noch jungen Mannschaft. Die eigene Leistung sei weit über den Erwartungen wenn man bedenke wie frisch der Zusammenschluss sei. Bis vor kurzem hätten viele Spieler noch in ihren Heimatvereinen zusammengespielt aber noch nie miteinander und bis zum Saisonauftakt in Meppen habe man noch über einen Monat Zeit. Das Turnier sollte die Mannschaft zusammenschweißen und Fehler aufzeigen an denen noch gearbeitet werden müsse, erklärte eine sichtlich zufriedene Trainerin.

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