Frechen, 17. Oktober 2017. Premiere: Das Bundesleistungszentrum in Köln und die ASV-Sporthalle sind Austragungsort der ersten Judo-Weltmeisterschaften für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Vom 19. bis 22. Oktober 2017 treten rund 130 Athletinnen und Athleten aus 14 Nationen in zwei Wettkampfklassen an. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.

Damit ist es sowohl dem Deutschen Judo-Bund (DJB) als auch dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) gelungen, gut 30 Jahre nach dem Start des G-Judo in Deutschland die beiden Weltverbände, die Internationale Judo-Föderation (IJF) sowie den Internationalen Verband für den Sport von Menschen mit geistiger Behinderung (INAS), zu einer gelungenen Kooperation zu bewegen. Die Durchführung der Weltmeisterschaften wurde vom DJB an den Verein VG-Projekt in Köln übertragen. Der DJB bindet sich intensiv in die Weltmeisterschaften ein. Ebenso aktiv dabei ist der Deutsche Behindertensportverband.

Für die ersten Judo-Weltmeisterschaften haben sich 130 Judokas aus 14 Nationen gemeldet. Analog zu den seit fast 20 Jahren durchgeführten Internationalen Deutschen Meisterschaften für G-Judo wird auch die erste G-WM in den sieben IJF-Gewichtsklassen und in zwei Wettkampfklassen ausgetragen, so dass in Köln die ersten 28 G-Judo-Weltmeister ermittelt werden.

Nach Waage und Klassifizierung werden die Judokas in die zu kämpfenden Wettkampfklassen (Gewicht und Level) aufgeteilt. Gekämpft wird im Pool-System (Jeder gegen Jeden), eventuell auch mit zwei Pools in einer Klasse. Die Kämpfe sind für Samstag, 21. Oktober (alle Klassen Level 2), und Sonntag, 22. Oktober 2017 (alle Klassen Level 1), in der ASV-Sporthalle in Köln (Olympiaweg 3) geplant. Die ersten G-Judo-Weltmeisterschaften sollen aber nur ein erster Schritt sein auf dem Weg hin zum großen Ziel, dass auch das Judo der Athleten mit geistiger Behinderung einmal ins Programm der Paralympics aufgenommen wird. Bislang ist nur Judo für Sehbehinderte paralympisch.

Quelle: DJB

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